Ausflug nach St. Englmar

Veröffentlicht in BAF Aktuelles

Bayerwald-Xperium begeistert Schüler und Lehrer

Es ist bitterkalt und sehr laut, als wir am Dienstag, den 23. Oktober 2018 gegen 9 Uhr unser Ziel erreichen. Unser Ziel, das ist das Bayerwald-Xperium, gelegen im idyllischen Sankt Englmar, einem kleinen Ort im Herzen des Bayerischen Waldes. Wir, das sind 58 SchülerInnen der Klassen des „Straubinger Modells“ (ME10J und KOPs) und der Berufsintegrationsklasse BIK10C sowie sechs Begleitpersonen der Joseph- von-Fraunhofer Berufsschule in Straubing. Bei dem Xperium handelt es sich um ein Museum der besonderen Art: Hier wird Wissen nämlich nicht trocken, sondern höhst dynamisch vermittelt. An über 100 Experimentierstationen haben Besucher die Möglichkeit, naturwissenschaftliche Phänomene und optische Täuschungen hautnah zu erleben und zu verstehen. Dieses Mitmach-Museum besticht jedoch nicht nur ob seiner Inhalte. Auch das Museumsgebäude fasziniert, denn es befindet sich in einen denkmalgeschützten Bau aus dem 18. Jahrhundert.

                                  

Gemäß der konfuzianischen Aussage „Erzähle es mir und ich werde es vergessen, zeige es mir und ich werde mich erinnern, lass es mich tun und ich werde es verstehe.“, haben wir uns an diesem Vormittag dem forschenden Lernen verschrieben. Hier hatten die Schüler zunächst die Möglichkeit, die Inhalte des Museums im Rahmen einer Führung kennen zu lernen, um dann das zweistöckige Gebäude eigenständig zu erkunden. So wurde der Vormittag zu einem Ausflug der besonderen Art, bei dem die Zeit wie im Fluge verging. So konnten die SchülerInnen die Zusammenhänge von Wellen und Schwingungen erforschen, über die Form der schnellsten Rollbahn rätseln oder etwas über den Einfluss der Form auf die Stabilität von Brücken erfahren. Besonderes Interesse zeigten die SchülerInnen auch an der Möglichkeit, den eigenen Körper mit einer Ganzkörperseifenlaugenlösung zu überziehen und sich in Mitten einer Riesen-Seifenblase („Begehbare Seifenblase“) wiederzufinden. Nach einem rund dreistündigen Aufenthalt im Museum wurde der Ausflug mit einem kleinen Waldspaziergang abgerundet, bevor es mit dem Bus zurück nach Straubing ging.

Der Ausflug in den Bayerischen Wald war ein Erlebnis, der den Klassen einen einzigartigen Zugang zur Welt der Technik und der Naturwissenschaften ermöglicht hat. Hier konnte spielerisch gelernt, ausprobiert und mit großem Spaß mitgemacht werden. Ziel war es zum einen, bestehende Vorurteile und Hindernisse gegenüber bestimmten technischen Themen abzubauen und das Gemeinschaftsgefühl bei den Schülern untereinander zu stärken. An einem Tag wie diesem zeigte sich auch, dass Schule mehr sein kann und muss als „bloße“ Wissensvermittlung im Klassenzimmer. Es geht auch darum, ein offenes und vorurteilsfreies Aufeinanderzugehen zu ermöglich und ein gemeinsames, entdeckendes Lernen zu unterstützen.

Bayerische Rauten und Kerzenwallfahrt

Veröffentlicht in BAF Aktuelles

Informationen für Integrationsklassen aus erster Hand im Museum

Bogen. (me) Die beiden Berufsintegrationsklassen der Staatlichen Berufsschule I, Außenstelle Bogen, besuchten vergangene Woche das Kreismuseum und die Wallfahrtskirche auf dem Bogenberg.Mit Museumsleiterin Barbara Michal und Kreisheimatpfleger Johannes Müller standen für die Schülerinnen und Schüler aus über zehn verschiedenen Ländern zwei fachlich versierte Personen für die Führung auf dem Areal der „Heiligen Berges Niederbayerns“ zur Verfügung.

Kreisheimatpfleger Johannes Müller erklärt die strategisch bedeutsame Lage des Bogenberges.

Vom Plateau des Berges aus konnte man die strategisch hervorragende Lage der Rautenstadt nachvollziehen. Nicht verwunderlich, dass sich hier Handelswege in alle Himmelsrichtungen entwickelten, so unter anderem die Ausführungen von Johannes Müller. In der Wallfahrtskirche zeigten sich die Jugendlichen, unter ihnen viele muslimischen Glaubens, besonders beeindruckt von dem Ausmaß der Pfingstkerze, die alljährliche aus Holzkirchen auf den Bogenberg gebracht wird. Im Museum konnten die Jungen anschließend an einem Modell auch testen, ob sie als Träger das Gewicht der Kerze stemmen könnten. Auch die äußerst seltene Darstellung einer schwangeren Maria aus dem frühen 15. Jahrhundert fiel den Schülerinnen und Schülern sofort ins Auge.

 

Im Museum wurde vor allem der geschichtliche Hintergrund der bayerischen Rauten erläutert. Viele kannten bereits das Markenzeichen Bayerns, dass es aus Bogen kommt, war fast allen jedoch neu. Besonders lebhaft machten die Jugendlichen mit, als in der Sonderausstellung auf alte Kommunikationsmittel und Medien verwiesen wurde. Die früheren Funktionen von Telefon, Radio, Fernseher, Zeitung, Lexikon, Postsendung bis hin zur Taschenlampe und der Uhr werden heute von den Smartphones mit der Möglichkeit des direkten und spontanen Zugriffs übernommen.

Museumsleiterin erläuterte an vielen Beispielen, hier waren es  Stempel, die Verwendung der bayerischen Rauten.

Einhundert Vogel- und Insektenbehausungen an OGV übergeben

Veröffentlicht in BAF Aktuelles

Integrationsklassen mit Unterrichtsprojekt – Nistkästen an den OGV übergeben

                    nistkasten_20180322_1834012388.jpg

Stolz präsentieren die Vertreter der beiden Berufsintegrationsklassen ihre Werkstücke bei der Übergabe an den OGV Bogen. Hintere Reihe von links: Sozialpädagoge Peter Schnitt, Fachlehrer Günter Mehrl, Alfons Zollner, Theresia Mittermeier und Gertraud Beinhölzl vom Obst- und Gartenbauverein, sowie Oberstudiendirektor Hans Dilger und Studiendirektor Josef Anzinger.                         

 

Die beiden Berufsintegrationsklassen der Staatlichen Berufsschule I, Außenstelle Bogen, befassten sich in einem Unterrichtsprojekt mit der heimischen Vogel- und Insektenwelt. Im praktischen Unterricht entstanden einhundert Kästen für Vögel, Fledermäuse und Insekten, die in der vergangenen Woche an den Obst- und Gartenbauverein Bogen übergeben wurden.

 

Die Schülerinnen und Schüler lernten bei diesem Projekt einen Teil der heimischen Vögel und Insekten kennen, wie Außenstellenleiter Josef Anzinger bei der Übergabe der Werkstücke herausstellte. Gemeinsam mit Ideengeber Peter Schnitt und den beiden Fachlehrern Günter Mehrl und Karl Fischer wurden die verschiedenen „Hotels“ geplant und gefertigt. Es entstanden Nistkästen, Schwalbenhöhlen, Starenkästen, Hornissenkästen, Insektenhotels und Fledermaushöhlen. Dabei wurden im Team Kenntnisse über Serienarbeit und verschiedene Montagesysteme erworben, betonte Josef Anzinger. Schulleiter Hans Dilger griff die Symbolik „Nistkasten“ im Zusammenhang mit den Flüchtlingen in beiden Klassen auf. Viele der jungen Leute aus den verschiedenen Herkunftsländern hätten derzeit kein echtes häusliches Nest und seien mit großen Erwartungen nach Deutschland gekommen. Sie müssten das Angebot, das ihnen beispielsweise die Schule bietet, annehmen und das staatliche Engagement schätzen. Dabei werde ein bestimmtes Verhalten eingefordert, Ausreißer machten gleichermaßen den Förderern als auch den willigen Flüchtlingen das Leben schwer. Hans Dilger dankte allen Lehrkräften und in Bezug auf das Projekt besonders den Fachlehrern für ihr Bemühen, den jungen Leuten das zu vermitteln, was sie für ein chancenreiches Leben in Deutschland brauchen.

Integratives TT-Turnier an der Außenstelle Bogen

Veröffentlicht in BAF Aktuelles

Flüchtlinge und Bauklassen bestreiten gemeinsam ein TT-Turnier

Am 29. Juni 2018 fand ein integrativer Tischtennisvergleich zwischen Schülern der Fliesenlegerklasse 11 und den beiden BIK-Klassen statt. Bei den Fliesenlegern starteten Niklas Blomberger, Julian Heinrich, Tobias Schneider und Furkan Ezer. Aus der Klasse BIK 10A gingen Alexandru Tarau und Jawara Abdulei, aus der Klasse BIK 10B M Habib Safi und Matin Rahimi an den Start. Die vier Spieler für das Halbfinale wurden im KO-System ermittelt. Dabei gaben sich Habib Safi und Matin Rahimi gegen die späteren Finalisten erst nach dem dritten Satz geschlagen. In den Halbfinalspielen trafen absolut gleichwertige Gegner aufeinander, die Matches endeten alle bis auf zwei Ausnahmen nur mit dem notwendigen Zwei-Punkte-Vorsprung. Auch im Endspiel ging es äußerst knapp her, erst ein dritter Satz brachte die Entscheidung.

Die Halbfinalspiele:

Julian Heinrich – Alexandru Tarau (11:8 – 7:11 – 12:10)

Abdulei Jawara – Niklas Blomberger (9:11 – 9:11)

 

Finale:

Julian Heinrich – Niklas Blomberger (12:10 – 9:11 – 12:10)

Tischtennis.jpg

 

Auf dem Foto von links nach rechts: Habib Safi, Alexandru Tarau, Furkan Ezer, Niklas Blomberger, Tobias Schneider, Julian Heinrich, Abdulei Jawara und Matin Rahimi.

 

SchiLF: Asylrecht

Veröffentlicht in BAF Aktuelles

Flucht, Asyl, (Aus-)Bildung und Arbeit 

Mit Fragen zu ausländerrechtlichen Bedingungen für die Integration am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sind die Lehrkräfte in den Berufsintegrations- und Berufsvorbereitungsklassen sowie die Sozialpädagoginnen bei der Betreuung der geflüchteten Schülerinnen und Schüler immer wieder konfrontiert.

Im Rahmen einer schulinternen Lehrerfortbildung informierte Frau Sabine Reiter von ´Tür an Tür- Integrationsprojekte´ in Augsburg am 29. Januar 2018 in einem Fachvortrag darüber äußerst kompetent.

IMG_5564.JPG

Copyright © 2018 Staatliche Berufsschule I Straubing. Alle Rechte vorbehalten. | designed by lupographics.de