Projekt „Motorradwerkstatt der Zukunft“ BMW und YAMAHA unterstützen Berufsausbildung

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Die BMW-Delegation mit den Vertretern der Berufsschule: (v. li. nach re.): Jürgen Stutz, Zweiradtechniklehrer; Werner Kraus, Werkstattleiter; Martin Hillmeier, Fachbetreuer Fahrzeugtechnik; Thomas Bauer, Leiter BMW After Sales Deutschland; Christian Duft, Gebietsleiter After Sales Region Süd; Henning Putzke, Leiter BMW Motorrad Deutschland; Michael Bremm, Schulleiter-Stellvertreter; Johann Dilger, Schulleiter

Klimawandel, Elektromobilität, Fahrradautobahnen, E-Tretroller, Flugtaxis, autonomes Fahren. Diese Schlagwörter bestimmen die Debatte um die zukünftige Ausrichtung der Verkehrspolitik. Die Verkehrsmittel auf zwei Rädern - Fahrräder, Tretroller, Motorroller und Motorräder - spielen in den zukünftigen Verkehrskonzepten eine wichtige Rolle vor allem im urbanen Bereich. Nach dem Boom bei Elektrofahrrädern gehört nach einem mühsamen Start auch in Europa und Deutschland die Zukunft den elektrisch betriebenen Motorrollern. In diesem Umfeld kämpft die Motorradbranche aktuell mit einem enormen Fachkräftemangel. Vorlaufzeiten von 4 bis 6 Wochen für Service- und Reparaturarbeiten sind die Regel. Dazu kommen die enormen Schwierigkeiten geeignete Nachfolger für Motorradbetriebe zu finden.

Die Firma BMW sucht nach Lösungen für diese Problematik. Der bayerische Motorradhersteller entsandte deshalb eine hochrangige Delegation nach Straubing, um sich beim Landesfachsprengel Zweiradtechnik Informationen aus erster Hand einzuholen. Der Leiter von BMW Motorrad Deutschland Henning Putzke und seine Begleiter besichtigten die Zweiradwerkstätten und führten viele persönliche Gespräche mit den angehenden Zweiradmechatronikern über Arbeitsbedingungen, Berufszufriedenheit und Zukunftspläne. Dabei stellte sich heraus, dass neben einer leistungsgerechten Bezahlung und einem guten Arbeitsklima auch modern gestaltete und gut ausgestattete Arbeitsplätze wesentlich zur Berufszufriedenheit beitragen.

In der anschließenden Diskussionsrunde erörterten die Vertreter von BMW und Berufsschule viele Aspekte zukunftsorientierter Werkstattstrukturen wie Dialog-Annahme, Hochvolt-Arbeitsplätze, motivierende Arbeitsbedingungen und die Einflüsse von Corporate Identity. Henning Putzke sah sich in seiner Einschätzung bestätigt, dass „der Erfolg seines Unternehmens und der Motorradbetriebe wesentlich von gut ausgebildeten und hochqualifizierten Mitarbeitern abhängt“ und betonte dabei die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen beruflichen Erstausbildung. BMW Motorrad Deutschland wird deshalb im Rahmen des Projekts „Motorradwerkstatt der Zukunft“ in den Werkstätten der Berufsschule Straubing zwei zukunftsorientierte Arbeitsplätze gestalten und ausstatten. Fachbetreuer Martin Hillmeier und Zweiradtechniklehrer Jürgen Stutz konnten bei einem Gegenbesuch im Motorradtechnologie- und Entwicklungszentrum in München eine Musterwerkstatt besichtigen und sich dabei bereits ein konkretes Bild von Ausstattung und Erscheinungsbild machen.

 

YAMAHA Deutschland unterstützt ebenfalls „Motorradwerkstatt der Zukunft“