Erasmus-Tagebuch

Veröffentlicht in Ernährung Aktuelles

Sonntag, 24.03.2019: 
Anreise nach Brixen:

Nachdem auch John mit "leichter" Verspätung  eingetroffen war, konnten wir in Richtung Brixen starten. Nach einer reibungslosen Fahrt mit einem ersten fachlichen Programmpunkt, dem Zwischenstopp bei der Kafferösterei Dinzler am Irschenberg, erreichten wir am späten Nachmittag Brixen. Es empfingen uns herrlicher Sonnenschein und 24°C. Nach der Ankunft haben wir erst unsere Koffer ausgepackt und die Zimmer begutachtet, bis wir anschließend beim Abendessen einen kleinen Einblick in die italienische Pastawelt bekamen.
Abends stand dann ein Spaziergang zur Emma-Hellenstainer-Schule, „unserer“ Schule für die kommende Woche, auf dem Programm. Die erste Nacht in unserem Hotel, dem Millanderhof, ging schnell vorbei.

 

Montag, 25.03.2019: 
"Erster Schultag"

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es bereits um 7:15 Uhr zu Fuß zur Schule.  Nach der Begrüßung durch die Schulleiterin, Frau Dr. Gasser da Rui, startete der Unterricht. Von der ersten Minute an sind wir in das Schulleben und in den Unterricht integriert worden.
Das Arbeiten mit Zucker, Schokolade und Marzipan sowie das Herstellen von Schaustücken, Torten und Pralinen war sehr lehrreich, interessant und vielversprechend, das Verlangen nach Mehr wurde sehr schnell geweckt.
Nach Unterrichtsende haben wir die Altstadt von Brixen besichtigt, wo wir italienisches Flair auf uns wirken lassen konnten. Der Dom als die Bischofskirche war unsere erste Anlaufstelle. Anschließend schlenderten wir durch die kleinen Gassen und den Hofgarten von Brixen.
Nach dem Abendessen im Heim der Schule gingen wir gemeinsam zurück zum Hotel und ließen den Abend an der Hotelbar ausklingen.
Nina

Dienstag, 26.03.2019: 
Lernen in Eigenverantwortung und "Schönes Essen"

Nach einem sehr reichlichen Frühstück brachen wir wieder zu Fuß zur Schule auf. In der ersten Stunde lernten wir das „Lernen in Eigenverantwortung“ kennen. Dieses Lernsystem wird an unserer Gastschule schon seit 6 Jahren praktiziert. Die Schüler bekommen für mehrere Wochen einen umfassenden Arbeitsauftrag, dessen Ergebnis nach dem festgelegten Zeitraum präsentiert wird. Wir bearbeiteten an diesem Tag nicht ganz so umfangreiche Aufgaben zum Thema „Kuvertüre“. In einer weiteren Unterrichtseinheit verinnerlichten wir mit unseren neuen Mitschülern das Fachrechnen im Themengebiet Eiszusammensetzung.
Mittags durften wir am „Schönen Essen“ teilnehmen. Jeder Schüler ist einmal pro Woche verpflichtet, daran teilzunehmen. Die Kochlehrlinge richten ein besonderes Drei-Gänge-Menü an, welches von den Gastronomielehrlingen sehr professionell serviert wird. Die Arbeit der Lehrlinge wird anschließend von den Lehrkräften sogar bewertet. Und: wir durften das Luxusessen einfach nur genießen. Zur Vorspeise gab es Kartoffelnocken mit Salbeibutter und Tomatensoße, dann folgte als Hauptgang Schweinefilet in Kräutermantel auf Blumenkohlcreme mit Estragon-Jus, Karotten und Kohlrabi mit Kerbel und Strohkartoffeln. Als Dessert wurde Bayerisch Creme mit Himbeerfruchtspiegel und Feingebäck serviert.
Nach dem Nachmittagsunterricht, wieder als freies Arbeiten gestaltet, fuhren wir zum Einkaufen. Das Abendessen, auf freiwilliger Basis, wurde wieder im Schülerheim serviert, danach konnte jeder nach eigenem Ermessen den Abend ausklingen lassen. Um 22.00 Uhr war für alle Bettruhe angesetzt- da schliefen wir aber schon längst.
Maria

 

Mittwoch, 27.03.2019:
Unterricht nach Stundenplan und auch "Sport"

Heute durften wir vormittags im Praxisunterricht wieder mit den Berufsschülern des 3. Lehrjahres von Brixen an unseren Projekten weiterarbeiten. Gemeinsam schufen wir kleine Kunstwerke und Schaustücke aus Schokolade, Zucker und Marzipan. Dabei kam der Spaß und das Kennenlernen natürlich nicht zu kurz und wir sind mittlerweile schon eine richtige Gemeinschaft geworden.
Am Nachmittag haben wir Im Italienischunterricht unsere Sprachkenntnisse aufgebessert. In der letzten Stunde wurde mit den Schülern aus Brixen über ihre bevorstehende Gesellenprüfung geredet und diskutiert. Es war sehr spannend die Abläufe und Aufgaben mit unserer Prüfung zu vergleichen und bewerten.
Abends ging es dann noch zu einer Bowlingbahn, bei der einige von uns ihre Geschicklichkeit auf Probe stellen konnten. Alles in allem ein erneut aufregender und spannender Tag mit neuen Eindrücken und Erlebnissen.
Barbara

 

Donnerstag, 28.03.2019:
Präsentation der Projekte

Erasmus

Heute durften wir mit den Schülern aus Brixen am Theorieunterricht teilnehmen. In Englisch sprachen wir über unterschiedliche Sitten in unseren Ländern und die Lehrerin gestand uns ihre Liebe zur bayrischen Prinzregententorte. Im Deutsch-Unterricht sprachen wir über Work-Life-Balance und in Religion über Klimaschutz. Die Meinungen der anderen Schüler mit unserer zu vergleichen war sehr interessant.
Nach unserem leckeren Mittagessen freuten wir uns, dass unser hoher Besuch eingetroffen ist. Herr Franz Wenninger (stellv. Obermeister der Konditorinnung Bayern) und Herr Bremm (Schulleiter-Stellvertreter) begutachteten unsere kleinen Kunstwerke gespannt. Nach der Vorstellung unserer Projekte sprachen einige Gäste noch Danksagungen aus und überreichten Präsente. Bei einem Stück Kuchen wurden dann noch Kontakte geknüpft und über die verschiedenen Dekortechniken diskutiert.
Am frühen Abend gingen einige von uns noch spazieren und genossen das schöne Wetter und die Aussicht auf Brixen. Abends trafen wir uns alle zu Pizza und "Germanys next Topmodel" und ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Patricia

 

Freitag, 29.03.2019:
Letzter Schultag und Wanderung auf der Plose

Wie gewohnt gingen wir um 7:30 Uhr zur Schule. Die letzten paar Schulstunden an der Emma-Hellenstainer-Schule waren sehr besonders, da es auch die letzten Stunden für die Konditoren-Schüler aus Brixen waren. Diese bekamen ihre Zeugnisse ausgehändigt und werden nur noch ihre praktische Gesellenprüfung ablegen.
Aufgrund dieser Situation endete der Unterricht etwas früher. Wir nutzten diese Zeit und unternahmen einen Ausflug auf den Hausberg Brixens, die Plose. Mit der Gondel erreichten wir die Mittelstation. Von dort wanderten wir etwa eine Stunde zur Berghütte „Rossalm“. Nach einer Stärkung mit Schiwasser, Germknödel und Buchweizenkuchen traten wir mit neuer Energie den Rückweg an.
Der Tag endete mit einem hervorragenden 5-Gänge-Menü im Hotel.
Jessica B.

 

Samstag, 30.03.2019:
Ausflug nach Bozen

Nach einem ausgiebigen Frühstück begaben wir uns um 9:00 auf den Weg nach Bozen. Die Fahrt dorthin ist ganz problemlos abgelaufen und um circa 10:15 Uhr kamen wir schließlich an.
Wir begaben uns dann gemeinsam und ganz gemächlich in Richtung des Doms. Diesen nahmen wir auch ganz ausführlich in Betracht. Eine richtig schöne Franziskaner Kirche schauten wir auch an. Die Wand -Malereien dort waren ziemlich beeindruckend. Daraufhin sind wir in das ICE- Man- Museum gegangen und haben uns dessen historischen Funde , vor allem aber ÖTZI, angesehen. Es war durchaus sehr interessant zu sehen, wie die Menschen in der Vergangenheit gelebt und gewirkt haben. Faszinierend fand ich persönlich auch, dass die Artefakte (Kleidung, Werkzeuge.) noch so gut erhalten sind. Was mich ebenfalls sehr erstaunt hat war auch die Tatsache, dass die Samen (Getreide) noch vorhanden und aufgehoben worden sind. So stark hat sich unsere Grundernährung nicht verändert in den vielen Jahrtausenden. Generell zu sehen, wie die Menschen vor 5.300 Jahren gelebt haben und wie anders diese homosapiens gelebt haben war definitiv sehr informativ.
Anschließend teilten wir uns auf und gingen unsere Wege in der wunderbaren Altstadt von Bozen. Manche von uns gingen besichtigten nur die Stadt oder gönnten sich eine Pizza und ein Eis. Wieder andere machten kleine Einkäufe für sich selbst oder sie kauften kleine Souvenirs für Familie und Freunde.
Um 14:00 Uhr sammelten wir uns wieder am Dom und wir fuhren dann über eine recht kurvige Straße in Richtung Oberbozen. Um 15:45 ging es von dort in Richtung Klobenstein mit einer kleinen Lokomotive, die Strecke war wunderbar, die Aussicht auf dem Weg war unbeschreiblich schön. In Klobenstein besuchten wir gemeinsam die der „piramidi di tierra“, die Erdpyramiden . Nach einem knappen Rennen gegen die Zeit haben wir es doch "alle" in den Zug zurück geschafft.
Als Abschluss sind wir noch miteinander zum Pizzaessen gegangen.
John

 

Sonntag, 31.03.2019:
Ausflug zum Gardasee

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel starteten wir in Richtung Malcesine am Gardasee. Dort fuhren wir mit der Gondel auf den Monte Baldo. Aus über 1800 Metern Höhe hatten wir einen Wunderbaren Ausblick auf den Gardasee. Ach auf den kurzen Wanderwegen verbrachten wir gerne Zeit.
Mit der Gondel gut wieder im Tal angekommen, hatten wir freie Zeit zur Verfügung, in der wir die Gassen des Städtchens erkunden konnten. Besonders beliebt waren der Steg in den See hinein und der Strand, wo man einen herrlichen Blick auf das Wasser hatte und die Sonne genießen konnte.
Den Abend ließen wir im Hotel gemeinsam ausklingen.
Katharina

 

Montag, 01.04.2019:
1. Praktikumstag

Heute hatten alle ihren ersten Arbeitstag in den Praktikumsbetrieben. Am Nachmittag haben wir dann noch das Kloster Neustift besucht mit einer Klosterführung. Abends konnten wir wiederim Wohnheim der Schule essen.
Gina

Dienstag, 02.04.2019:
2. Praktikumstag

Ein weiterer Tag unseres Praktikums begann mit einem frühen Frühstück und anschließender Arbeit in unseren ausgewählten Betrieben. Ich durfte in meinem Betrieb viele Tätigkeiten, z.B. die Herstellung von Erdbeerrouladen oder Obsttorten und -törtchen, übernehmen. Ebenfalls wurde mir die Herstellung von Speiseesi und das Ausgießen von (Oster-)Eiern und Figuren mit Kuvertüre noch einmal nähergebracht. Am Ende des Arbeitstages durfte ich mich beim Modellieren mit Marzipan etwas „austoben“.
Nachdem wir uns im Hotel etwas ausgeruht hatten, ging es zu einer kleinen Wanderung. Einige von uns begaben sich zur sogenannten „Karlspromenade“, die wir gemütlich entlanggingen. Von dort hatten wir einen wunderschönen Ausblick über Brixen. Nach dem Abendessen im Wohnheim schliefen wird bald, um für den nächsten Tag fit zu sein.
Lena S.

Mittwoch, 03.04.2019:
3. Praktikumstag

Ich konnte heute bei der Herstellung von Fruchttorten und Rouladen sowie beim Formen von gedrehten Hörnchen mithelfen. Anschließend waren verschiedene Aufgaben bei der Herstellung von Fruchttartes zu erledigen, wie das Auslegen der Förmchen mit Mürbeteig, das Heizen eines speziellen Tarte-Ofens und das Ausbacken und auslösen. Auch bei der Produktion von Südtiroler Apfelstrudel und Topfenstrudel konnte ich helfen.
In meinem Praktikumsbetrieb wird für das Personal gekocht und als die Nudeln gar waren, haben wir noch gemeinsam gegessen.
Am Nachmittag besuchten wir noch die Hofburg in Brixen, die für ihre Krippenausstellung bekannt ist. Die Vielzahl an unterschiedlichen Krippenarten hat uns begeistert.
Lena R.

Donnerstag, 04.04.2019:
4. Praktikumstag

Heute hatten wir nun schon den vorletzten Arbeitstag.  Obwohl es in Brixen sehr schön ist, merkt man nun schon die Vorfreude auf daheim. Fleißig haben wir auch noch Mitbringsel gekauft. Am Nachmittag gab es für alle, die wollten, als Freizeitaktivität den Besuch im Aquarena, dem Brixener Bad.
Am Abend ließen wir es uns mit Pizza und Germanys Next Topmodel im Hotel gutgehen.
Jessica S.

 

Freitag, 05.04.2019:
Letzter Praktikumstag

Heute war unser letzter Arbeitstag. In meinem Praktikumsbetrieb war dennoch viel zu tun. Mein Team und ich haben unter anderem Strudel „gezogen“ und eine köstliche Pizza gebacken, die wir dann zum Mittagessen probieren konnten.  Am Nachmittag hatten wir im Hotel das „Vergnügen“, unsere Schulaufgabe im Fach SüpiZu zu schreiben. Bei einem gemeinsamen Restaurantbesuch reflektierten wir mit unseren Lehrern die Zeit hier in Brixen. Anschließend setzten sich die Schüler im Hotel zusammen und ließen gemeinsam den Abend ausklingen.
Maria

 

Samstag, 06.04.2019:
Tag der Abreise

Ich verlasse Brixen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir alle haben hier neue Erfahrungen sammeln dürfen, lernten uns viel besser kennen und auch fachlich sahen wir viele neue Dinge. Dennoch sind alle froh, nun endlich wieder nach Hause zu ihren Liebsten fahren zu können. Nach einem reichlichen Frühstück machten wir uns gleich auf den Weg Richtung Heimat.
Maria

 

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