Partnerschule in Kärnten

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Internationale Partnerschaften im Rahmen von Erasmus+

Zusammenarbeit mit der Fachberufsschule Wolfsberg in Kärnten vereinbart

Internationale Berufserfahrungen sind für unsere Schülerinnen und Schüler immer häufiger Teil des beruflichen Anforderungsprofils. Auslandsaufenthalte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung stellen eine hervorragende Möglichkeit dar, internationale Berufskompetenzen zu erwerben. Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Leitaktion "Lernmobilität für Einzelpersonen" im Programm Erasmus+ für die berufliche Bildung erhalten die Chance, relevante internationale Erfahrungen im Rahmen eines Mobilitätsprojekts zu erwerben.

Zur Vorbereitung eines Mobilitätsprojektes im Rahmen von Erasmus+ besuchten Schulleiter Johann Dilger und sein Fachbetreuer für fahrzeugtechnische Berufe, Martin Hillmeier, Ende Januar 2015 die Fachberufsschule Wolfsberg. Die Stadt Wolfsberg liegt in Kärnten, nahe der slowenischen Grenze und zählt etwa 20.000 Einwohner. Trotz des Wintereinbruchs gestaltete sich die Fahrt unproblematisch, denn die 450 Kilometer lange Strecke konnte ausschließlich auf der Autobahn zurückgelegt werden.

Die Fachberufsschule Wolfsberg ist ein Kompetenzzentrum in der beruflichen Aus- und Weiterbildung von mehreren Metall- und Kfz-Berufen sowie von Einzelhandels- und Büroberufen; d. h. die Auszubildenden aus nahezu ganz Kärnten besuchen die Berufsschule in Wolfsberg. Die duale Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Der Berufsschulunterricht umfasst 10 Blockwochen pro Schuljahr. Nach bestandener Berufsausbildung kann nach einem Jahr Weiterbildung an der Berufsschule die Berufsreifeprüfung (Matura) abgelegt werden, die einen direkten Hochschulzugang erlaubt.

Nach dem herzlichen Empfang durch Direktor Norbert Aichholzer führte dieser die deutschen Gäste durch seine Schule. Nicht nur von außen, sondern auch von innen präsentiert sich die Bildungseinrichtung offen, freundlich und fortschrittlich. Dabei fallen die großzügigen Werkstätten mit hochwertigen Werkzeugen und Maschinen besonders ins Auge. Helle Klassenzimmer und deren moderne Ausstattung runden den positiven Gesamteindruck ab.

Neben einer guten Ausstattung legt Direktor Aichholzer größten Wert auf einen modernen Unterricht, der neben dem Erwerb der entsprechenden Fachkompetenzen auch den Erwerb von internationalen Erfahrungen und internationalen Berufskompetenzen beinhaltet. Um diese Kompetenzen zu fördern, bahnte er Im Laufe der letzten Jahre mit Unterstützung seiner Lehrerinnen und Lehrer Schulpartnerschaften in mehreren Ländern Europas an. Bei der Suche nach einem weiteren europäischen Partner zur Weiterentwicklung seiner Zweiradabteilung stieß er auf unsere Schule.

In der nach der Schulbesichtigung anberaumten Gesprächsrunde mit mehreren Kollegen der Wolfsberger Schule sollte die Frage nach einer möglichen Zusammenarbeit beider Berufsschulen geklärt werden. Schließlich wurde vereinbart, dass im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms Erasmus+ zunächst ein Mobilitätsprojekt durchgeführt werden soll. Dieses beinhaltet die gegenseitigen Besuche von Lehrerteams und Schülergruppen aus dem Bereich der Zweiradtechnik. Lehrer und Schüler können vor Ort die jeweiligen Besonderheiten der Berufsausbildung und des Berufsschulunterrichts kennenlernen und von den speziellen Erfahrungen profitieren. Unter der Prämisse „voneinander und miteinander lernen“ wollen die beiden Berufsschulen in Zukunft international zusammenarbeiten.

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