Modernste Werkstätten für Anlagen-mechaniker

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Modernste Werkstätten für Auszubildende

Innung für Spengler-, Sanitär- und Heizungstechnik über Renovierungsarbeiten informiert  - 
Jahreshauptversammlung an der Joseph-von-Fraunhofer-Schule

Die Notwendigkeit eines regelmäßigen Kontaktes mit den Ausbildungsbetrieben der Schülerinnen und Schüler betonte Schulleiter Johann Dilger bei der Begrüßung der zur Jahreshauptversammlung zahlreich erschienenen Innungsmitglieder. Ein äußeres Zeichen für die gute Zusammenarbeit sei, dass die Innung als Versammlungsort die Staatliche Berufsschule I gewählt habe.

Ein besonderer Gruß galt Obermeister Peter Leutner und dem Vorsitzenden Kreishandwerksmeister Armin Stöckel sowie dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Donau-Wald Andreas Mühlbauer. Aber auch den Leiter des Bildungszentrums der Handwerkskammer, Werner Wensauer, sowie Holger Zwanzig von der Firma Buderus, den Fachreferenten des Abends, hieß der Hausherr willkommen.

Als Vertreter der Schule waren Schulleiter-Stellvertreter Michael Bremm, Mitarbeiterin der Schulleitung Ute Hentschirsch-Gall sowie die für den Unterricht bei den Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik verantwortlichen Lehrkräfte Karl Schwarzmüller und Hans Geier anwesend.

Obermeister Peter Leutner, mittlerweile im 48. Jahr in dieser Position, betonte in seinem umfangreichen Tätigkeitsbericht, dass ihm vor allem der persönliche Kontakt mit den Innungsmitgliedern wichtig sei. Für die Anreise nehme er auch längere Wege in Kauf, gerne mit dem Fahrrad. Als besonderen Termin, neben vielen fachlichen Informationsveranstaltungen, nannte Leutner die Freisprechungsfeier für den Berufsnachwuchs, bei der heuer fünfzehn junge Anlagenmechaniker in den Gesellenstand erhoben werden konnten.

Armin Stöckel als Vorsitzender Kreishandwerksmeister würdigte in seinem Grußwort das außerordentliche Engagement des Obermeisters. Den Zusammenschluss der Kreishandwerkerschaften Straubing und Deggendorf zur Kreishandwerkerschaft Donau-Wald betonte er als äußerst sinnvolle Maßnahme und dankte diesbezüglich Geschäftsführer Andreas Mühlbauer für die geleistete Arbeit. Die Versammlungsteilnehmer wies Armin Stöckel auf die vielfältigen Aufgaben und Zuständigkeiten des Geschäftsführers für die Innungsmitglieder, zum Beispiel auch die Vertretung beim Arbeitsgericht, hin. Ausführlich begründete er in diesem Zusammenhang eine notwendige Anpassung des Beitrages jeder einzelnen Innung an die Kreishandwerkerschaft. Dies macht auch eine Erhöhung des Innungsbeitrages für jeden Mitgliedsbetrieb notwendig, welche von den Anwesenden einstimmig beschlossen wurde.

Ebenfalls beschlossen wurde eine Erhöhung der Zwischenprüfungsgebühr auf 190,00 € für Innungsmitglieder und 270,00 € für Nicht-Innungsmitglieder.

Die vom Rechnungsprüfungsausschuss geprüfte Jahresrechnung 2013 konnte ebenso wie die Haushaltspläne 2014 und 2015 einstimmig abgenommen werden.


 

Schulleiter Johann Dilger stellte die Ausbildungssituation an der Berufsschule dar. Leider sei auch die Schülerzahl in der Eingangsklasse der Anlagenmechaniker, wie in vielen Handwerksberufen, etwas rückläufig. Gerne berichtete der Schulleiter über die im Rahmen des schulischen Qualitätsmanagements durchgeführte Befragung, bei der die Schülerinnen und Schüler sich sehr positiv über die Unterrichtsarbeit, das Verhältnis zwischen Lehrkräften und Schülern sowie die Atmosphäre an der Schule geäußert hätten.

Einen großen Raum der Arbeit der Staatlichen Berufsschule I nehmen derzeit die laufenden Umbaumaßnahmen ein. Schulleiter-Stellvertreter Michael Bremm zeigte die seit dem Baubeginn im Mai 2014 erfolgten Baumaßnahmen in Bildern auf. Für den gesamten Umbau im Bereich Metalltechnik sei der Zeitraum bis 2017 veranschlagt, so Bremm. Als erstes würden jedoch die Werkstätten und Fachräume für Anlagenmechaniker fertiggestellt und der Unterricht in den neuen Räumen sei bereits im kommenden Schuljahr möglich.

Um den Schülern umfassende Kompetenzen im Bereich umweltschonender Energien mitgeben zu können, wird zum Beispiel auf der Dachterrasse der Schule eine Solaranlage installiert, deren Funktion über eine Solarstation in den Fachklassenräumen gesteuert werden kann. Kontrollierte Wohnraumbelüftung, eine weitere Herausforderung der Zukunft, kann ebenfalls über eine entsprechende Einrichtung von Testgeräten erprobt werden. Eine Abwasserdemoanlage, eine Sanitärwand mit entsprechenden Installationsmöglichkeiten, ein Heizungsverteiler sowie eine Erdtankanlage und Kesselstationen bieten für die Schüler hervorragende Möglichkeiten, im handlungsorientierten Unterricht selbstständig fachliches Wissen zu erarbeiten. Zur neuen Ausstattung gehören außerdem Sonderwerkbänke, die optimales Schweißen, Löten und Kleben ermöglichen.

Die Kosten für die Ausstattung der Werkstätten für Heiz- und Sanitärtechnik wurden mit ungefähr einer Million Euro veranschlagt. Ein Dank ging in diesem Zusammenhang an den Referenten der Firma Buderus, die die Schule bei der Neu-Ausstattung großzügig unterstützt.

Im Fachreferat des Abends stellte Holger Zwanzig als Vertreter der Firma Buderus den modulierenden Öl-Brennwertkessel Logano plus GB145 vor. Ausgehend von der momentanen Marktentwicklung bei der Wärmeerzeugung stellte der Referent fest, dass ein hoher Modernisierungsbedarf bei Ölkesseln in den nächsten Jahren notwendig sein wird. Der Logano plus GB145 biete maximale Flexibilität und ermögliche sogar den Umstieg von Öl auf Gas. Als Besonderheiten nannte er die Steuerung per App über das Internet sowie die Übernahme von innovativen und anpassungsfähigen Technologien aus der Automobiltechnik.

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