Projekttag mit tschechischen Partnerschülern

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„Labutě“ und „Likérová špička“ –

deutsche Konditorlehrlinge lernen tschechische Spezialitäten kennen

 

Schulpartnerschaft der Joseph-von-Fraunhofer-Schule mit der Partnerschule „Střední škola a jazyková škola“ in Volynè/ Südböhmenwurde bei einem weiteren Projekttag vertieft

 

„Labutě“ und „Likérová špička“, zwei typisch böhmische Konditorei-Erzeugnisse stellten die Schülerinnen und Schüler der Fachklassen für Konditoren und Bäcker der Joseph-von-Fraunhofer-Schule bei ihrem Besuch an der Partnerschule „Střední škola a jazyková škola“ in Volynè/ Südböhmen zusammen mit ihren tschechischen Kolleginnen und Kollegen her.

Nach einem ersten Projekttag im November, zu dem die tschechischen Schülerinnen und Schüler nach Straubing gekommen waren, reiste diesmal eine Straubinger Schüler-Delegation zusammen mit Schulleiter Johann Dilger, stellvertretendem Schulleiter Michael Bremm, Mitarbeiterin in der Schulleitung Ute Hentschirsch-Gall sowie den Fachbetreuern des Fachbereiches Ernährung, Peter Sagstetter und Franz Eyerer, nach Tschechien.

An der Schule in Volyné wurden die Straubinger Schülerinnen und Schüler bereits von ihren Partnerschülern, mit denen sie seit dem letzten Projekttag stets in Verbindung geblieben waren, erwartet. Zur offiziellen Begrüßung sowie zur Projektpräsentation waren, neben der Schulleiterin Dr. Eva Klasova und den Lehrkräften, auch der Bürgermeister der Stadt Volyné und eine Delegation des Bezirkes Südböhmen erschienen. In ihren Grußworten stellten alle Redner die Bedeutung eines Schüleraustausches in Zeiten eines zusammenwachsenden Europas heraus und wünschten den Jugendlichen viel Freude beim gemeinsamen Arbeiten.

Ziel des Projekttages war, dass die angehenden niederbayerischen Konditoren und Bäcker Rezepturen für typisch böhmische Spezialitäten kennenlernen und diese auch selbst herstellen.

Mit dem Auftrag, „Labutě“ und „Likérová špička“ herzustellen, wurde in der Backstube der Partnerschule, in der normalerweise für den täglichen Verkauf im schuleigenen Café produziert wird, auch fleißig gearbeitet. Als Verständigungshilfen hatten die tschechischen Schülerinnen und Schüler bereits zweisprachige Rezepturkarten vorbereitet. Aber auch sonst konnte die Sprachbarriere leicht überwunden werden – ausreichende Englischkenntnisse sowie Mimik und Gestik oder einfach das Vormachen leisteten wertvolle Dienste.

Die einzelnen „Körperteile“ für die „Labutě“ – Schwäne aus Branntmasse, die mit Vanillekrem und Sahne gefüllt werden – mussten vor dem Backen exakt aufgespritzt werden, damit sie nach dem Zusammensetzen auch ihre majestätische Form er- und behielten.

Fingerspitzengefühl und eine ruhige Hand waren auch beim Herstellen der „Likérová špička“, einer Schokoladen-Köstlichkeit, gefragt. Ein wie eine Bergspitze zulaufender Mantel aus Schokoladenkrem durfte auf gar keinen Fall eine Lücke aufweisen, damit er abschließend auch mit Eierlikör gefüllt und dann mit Schokolade überzogen werden konnte.

Trotz eines straffen Arbeitsplanes blieb für alle Beteiligten, Schüler und Lehrkräfte, den gesamten Projekttag über genügend Zeit zu persönlichen Gesprächen, die weit über das Fachliche hinausgingen. Deutlich merkte man, dass die anfängliche Zurückhaltung gegenüber den Jugendlichen aus einem anderen Land nun überwunden und das gegenseitige Verständnis gewachsen ist.

Text und Bilder:

Ute Hentschirsch-Gall

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