Vom Reiz der alten Dinge gefesselt

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Berufsintegrationsklassen besuchten Kirche und Museum

 

Bogenberg. Er ist schon ein fester Bestandteil des Jahresprogramms für die Berufsintegrationsklassen der Staatlichen Berufsschule I Außenstelle Bogen, der Unterrichtsgang zur Wallfahrtskirche und zum Kreismuseum auf dem Bogenberg. Knapp vierzig Schülerinnen und Schüler der beiden Klassen erklommen über den Pilgerweg den „Heiligen Berg Niederbayerns“. Bei diesem Aufstieg wurde den Jugendlichen sehr bewusst, was die Träger der Holzkirchner Wallfahrt leisten, wenn sie alljährlich ihre „lange Stang“ auf den Bogenberg bringen. Mit Hilfe von kurzen Videoausschnitten wurde zuvor schon im Unterricht die bedeutendste Wallfahrt zum Marienheiligtum vorgestellt. In der Wallfahrtskirche selbst zeigten sich die Schülerinnen und Schüler, die meisten muslimischen Glaubens, sehr überrascht von der Länge und der damit verbundenen Wucht der Pfingstkerze.

Mit großem Interesse und konzentrierter Aufmerksamkeit verfolgten die Jugendlichen die knappen Ausführungen ihres Lehrers über die Geschichte des Wallfahrtsortes und die Bedeutung der Marienverehrung. Teilweise war dabei für die afrikanischen Schüler und für die Jugendlichen aus Osteuropa eine Übersetzung ins Englische notwendig. Bei der zeitlichen Warteschleife zum Museumsbesuch wurde selbstverständlich auch der Weg der Bayerischen Rauten von ihren Anfängen bei den Grafen von Windberg-Bogen bis hin zum Bayerischen Staatswappen erläutert.

 

Für die Jugendlichen aus den beiden Klassen, die aus vielen verschiedenen Herkunftsländern stammen, ist die moderne Kommunikationstechnik unverzichtbar, um den Kontakt zu ihren Familien aufrechterhalten zu können. So gesehen war dazu die Sonderausstellung des Kreismuseums, durch die die Besuchergruppen von Barbara Michal geführt wurden, ein wahres Kontrastprogramm zur aktuellen Situation. Das Ausstellungsmotto „Vom Reiz der alten Dinge. Museumsobjekte neu gesehen“ wurde bei den einfühlsamen Erläuterungen der Museumsleiterin für die jungen Besucher erlebbar. Aus dem Medienbereich waren dies unter anderem ein Wanderkino aus Schwarzach sowie der Fundus der ehemaligen Kreisbildstelle. Große Begeisterung löste bei den Jugendlichen das historische Fotostudio aus. Hüte, Kappen, Mützen, Jacken und Mäntel wechselten rasch die Träger, um ein lustiges Selfie schießen zu können. -me-

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