Flüchtlinge auf dem Bogenberg

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 Bayerische Rauten und die „lange Stang“

           Schüler der Berufsintegrationsklassen besuchten Kirche und Museum

   Die beiden Berufsintegrationsklassen der Staatlichen Berufsschule I Außenstelle in Bogen zogen am vergangenen 13. Oktober 2016 den Bogenberg ihren Klassenzimmern vor. Ziel des Unterrichtsganges war es, den „Heiligen Berg Niederbayerns“ als bedeutenden christlichen Wallfahrtsort und die Herkunft sowie die Bedeutung der Bayerischen Rauten kennenzulernen.  Zusammen mit ihren Lehr- und Betreuungskräften Günther Merl, Anton, Peter Schnitt und Manfred Meindl wurde über den Pilgerweg zunächst der Klosterhof angesteuert, wo sie bereits von Barbara Michal, der Leiterin des Kreismuseums, erwartet wurden.

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Mit großem Interesse verfolgten die Jugendlichen, die meisten muslimischen Glaubens, die Hintergründe der alljährlichen Holzkirchner Kerzenwallfahrt. Mit ungläubigem Blick auf die dreizehn Meter lange Kerze und den eben erst gemachten Erfahrungen über die Beschaffenheit des Pilgerweges bestaunten sie die Leistung der Kerzenträger. Mit einem Video beim anschließenden Museumsbesuch konnten die jungen Männer ihre Eindrücke noch vertiefen. Erstaunen rief auch das ungewöhnliche mittelalterliche Gnadenbild einer schwangeren Muttergottes hervor.

Mit einfachen Erläuterungen zeigte Barbara Michal den Weg der Bayerischen Rauten von ihren Anfängen bei den Grafen von Windberg-Bogen bis hin zu ihrer Verwendung bei den Wittelsbachern und im Bayerischen Staatswappen auf. Besonderes Interesse bei der Besuchergruppe erweckte die Sonderausstellung „Geflüchtete und ihre Kleidung“. Diese Ausstellung ist in Kooperation mit der Berufsschule Bogen und dem Freiwilligenzentrum der Caritas in Straubing (Mittwochs-Frauengruppe) entstanden. In Wort und Bild stellen sich auf Plakaten minderjährige unbegleitete Flüchtlinge und Frauen mit Kindern aus Syrien, Afghanistan sowie aus Afrika vor. Dabei wird auch der Gegensatz ihrer traditionellen Kleidung aus den Herkunftsländern und ihrer alltäglichen Kleidung hier in Deutschland hergestellt. Bei allen Unterschieden gebe es auch erstaunliche Gemeinsamkeiten, stellte Barbara Michal fest. Sie spielte dabei auf die früheren Kopftücher bei der ländlichen Bevölkerung und die bodenlangen Kleider an, was sie mit entsprechendem Fotomaterial untermauern konnte.

Große Begeisterung löste bei den jungen Flüchtlingen das historische Fotostudio im Museum aus. Hüte, Kappen, Mützen, Jacken und Mäntel wechselten rasch die Träger, um ein lustiges Selfie schießen zu können.

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