Zweiradmechatroniker

Veröffentlicht in Fahrzeugtechnik

Zweiradmechatroniker/in

Am 1. August 2014 trat die neue Ausbildungsordnung für den Beruf des Zweiradmechatronikers in Kraft. Das Berufsbild ersetzt den bisherigen Zweiradmechaniker. Hintergrund ist die technologische Entwicklung, die auch in der modernen Zweiradtechnik Einzug gehalten hat.

Dem BIBB zufolge berücksichtigt die modernisierte Ausbildungsordnung den höheren Anteil von elektrischen und elektronischen Arbeiten an Zweirädern. Denn auch dort komme die Hochvolttechnologie inzwischen zum Einsatz. Zudem müssten komplex verknüpfte Mechatronik- und IT-Systeme gewartet werden. Dies erfordere neue Reparatur- und Diagnosemethoden.

Auch die Weiterentwicklung der verwendeten Leichtbaustoffe, wie z.B. Carbon im Rahmenbau, findet laut BIBB Berücksichtigung. Wie bereits im Vorgängerberuf, der zuletzt 2008 modernisiert worden ist, erfolgt die Ausbildung weiterhin in den zwei Fachrichtungen Fahrradtechnik und Motorradtechnik. Weitere Einzelheiten gibt es direkt auf der Infoseite des BIBB. (Quelle: BIBB/sp)

Der Ausbildungsberuf Zweiradmechatronier/in wurde im Rahmen aller fahrzeugtechnischen Berufe überarbeitet. Die Trennung in die Fachrichtungen Fahrradtechnik und Motorradtechnik wurde beibehalten. In beiden Bereichen ist durch eine Zunahme der Funktionsvielfalt z.B. durch voll gefederte Fahrräder oder aber Motorräder mit Integralbremse und ABS sowie Katalysatoren eine Zunahme der beruflichen Qualifikation zu verzeichnen. Kundenspezifisch zusammengebaute Fahrräder oder aufwändig ausgestattete Motorräder verlangen Fingerspitzengefühl bei der Bearbeitung der verschiedenen Materialien und der Instandsetzung der mechanischen und elektrischen/elektronischen Systemen.

Gegenstand der Berufsausbildung sind folgende Fertigkeiten und Kenntnisse:

  • Instandsetzen, Warten und Prüfen von Fahrräder oder Motorrädern
  • Fahrräder oder Motorräder nach Kundenwünschen anpassen
  • Aus– oder Umrüsten von Fahrrädern oder Motorrädern mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen
  • Untersuchen von Fahrrädern oder Motorrädern nach rechtlichen Vorschriften
  • Situationsgerecht mit Kunden kommunizieren
  • Planen und kontrollieren von Arbeitsabläufen, bewerten von Arbeitsergebnissen und Anwenden von Qualität sichernden Maßnahmen
  • Prüfen und Instandsetzen von Motoren (Motorradtechnik)
  • Herstellen von Komplettfahrzeugen aus Einzelkomponenten (Fahrradtechnik)

Ausbildungsdauer:       3,5 Jahre

Qualifikation:    Aufgrund der hohen Anforderungen an das neue Berufsbild ist ein Realschulabschluss oder mindestens ein sehr guter Hauptschulabschlussabschluss erforderlich.

Prüfung: Die Bewertung der Zwischenprüfung fließt mit in das Ergebnis der Gesellenprüfung ein = „Gestreckte Gesellenprüfung“.

Quelle: Bundesinnungsverband für das deutsche Zweiradmechaniker-Handwerk     www.zweiradberufe.de

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