Wettbewerb PLW – „Profis leisten was“

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Zweiradmechaniker der Fraunhofer-Berufsschule Bundessieger

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Bundesinnungsmeister Frank Döring (li.) und der Leiter von BMW Motorrad Deutschland Henning Putzke - (2. v. li.) gratulieren dem 1. Bundessieger in der Fachrichtung Motorradtechnik Michael Kellner.

Am 14.11.2015 trafen sich in der Gewerbeakademie Freiburg die Landessieger im praktischen Leistungswettbewerb des Zweiradmechaniker-Handwerks um den Bundessieger zu küren. Unter dem Motto „PLW - Profis leisten was“ kämpften zehn Männer und eine junge Zweiradmechanikerin in den Fachrichtungen Fahrrad- und Motorradtechnik um die Ehre des besten Schraubers Deutschlands.

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Die Motorradmechaniker hatten sechs typische Aufgaben aus der betrieblichen Praxis zu lösen. Dabei zählten die Überprüfung und Reparatur von Nasskupplung, Bremssattel, Kurbelwellenlagerung und Teleskopgabel zu den eher traditionellen Werkstattaufgaben, die alle Prüflinge gut meisterten. Hohe Ansprüche an das Können der Teilnehmer stellte dann die Diagnose und Fehlersuche in der Motorradelektrik. Hier waren Elektronikfehler im Motormanagement nach einer Unfallinstandsetzung und in einem Startsystem zu diagnostizieren. Als Absolvent des Landesfachsprengels Zweiradtechnik an der Fraunhofer-Berufsschule I Straubing kam dem bayerischen Vertreter dabei die hervorragende Ausstattung der Schulwerkstätten mit allen gängigen Motordiagnose- und Abgasprüfgeräten und modernen Motorrädern aller Marken zu gute. Bei diesen Aufgaben setzte sich Michel Kellner vom Ausbildungsbetrieb Zweirad Müller in Nördlingen entscheidend von seinen Mitstreitern ab und wurde verdient 1. Bundessieger. Als besonderen Preis lud ihn Henning Putzke – Leiter von BMW Motorrad Deutschland – ein, in der nächsten Saison bei einem Rennen ein Wochenende im BMW Superbike-Team mitzuarbeiten. Dabei kommt es zu einem Treffen mit seinem ehemaligen Schulkameraden Markus Reiterberger, der als IDM Superbike-Champion 2015 nächste Saison in der Superbike-WM für das BMW-Team startet.

Florian Ohnesorg macht Doppelsieg perfekt!

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In der Fachrichtung Fahrradtechnik hatten die Teilnehmer ebenfalls sechs Aufgaben zu lösen: Fahrradeinstellung mit Fahrwerkssetup, Umrüsten eines Fahrrades zum Elektrofahrrad, Überprüfung und Instandsetzung eines Antriebes, Fehlersuche und Wartung einer hydraulischen Scheibenbremse, Einspeichen und Zentrieren eines Laufrades mit Speichenlängenbestimmung und Service einer Vorderradfedergabel. Die Zeitvorgabe von 45 Minuten je Aufgabe brachte manchen Teilnehmer ins Schwitzen. Florian Ohnesorg aus Ingenried konnte am besten mit dem Zeitdruck umgehen. Er leistete sich bei keiner Aufgabe eine nennenswerte Schwäche und holte sich überlegen den Bundessieg. In seinem Ausbildungsbetrieb Zweirad Welscher in Polling erlernte er die dafür notwendigen praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Berufsschule als Partner im dualen System ergänzte seine fachlichen Kompetenzen. Dort standen im Unterricht neben den häufig vorkommenden berufsspezifischen Diagnose-, Montage- und Reparaturarbeiten auch die Fahrradergonomie sowie Beratung und Verkauf im Focus der Ausbildung. Der 1. Preis berechtigt zu einer VIP-Werksbesichtigung bei den Diamant-Fahrradwerken in Verbindung mit der Teilnahme an der Schulung „Projekt One“, dem Custom-Bike-Programm der Firma Trek zur individuellen, personalisierten Konfiguration eines Fahrrades.

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Bundesinnungsmeister Frank Döring zeichnete die beiden Erstplatzierten aus. Die Bundessieger stellen sich Anfang März 2016 beim Europacup in Brünn/Tschechien der internationalen Konkurrenz.

BMW S1000R - Qualität für die Ausbildung

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BMW spendet Motorrad für den Unterricht

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Christian Duft (2.v.l.), Gebietsleiter Aftersales von BMW, übergab in der PIA-Motorradwelt Regensburg eine nagelneue BMW S1000R im Wert von 18000 € für Schulungszwecke an die Fraunhofer-Berufsschule I Straubing. Michael Bremm (li.), Schulleiter-Stellvertreter, Fachbetreuer Martin Hillmeier (3.v.l.) und Zweiradtechniklehrer Jürgen Stutz (re.) nahmen das Motorrad in Empfang.

Gerd Eder (2.v.re.), Geschäftsleiter von PIA-Motorradwelt, betonte die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Berufsausbildung an modernen Fahrzeugen: „Der Erfolg der Firma hängt wesentlich von gut ausgebildeten und hochqualifizierten Mitarbeitern ab“ und Michael Bremm hob hervor, dass „mit eigenen Mitteln bedingt durch den raschen technologischen Wandel eine hochwertige Ausbildung ohne großzügige Sponsoren nicht möglich wäre.“

Die Maschine gehört zu den absoluten technischen Highlights, welche die Motorradtechnik aktuell zu bieten hat. Die Zweiradtechniklehrer haben damit die Möglichkeit den Schülern die vollelektronisch gesteuerten Funktionen von Motormanagement, Gemischaufbereitung, Fahrwerk, Bremssystemen sowie Launch-, Traktions- und Wheeliekontrolle zu veranschaulichen, Fehler in den Systemen zu diagnostizieren und Einstellungen vorzunehmen. Darüber hinaus hat die Maschine auch einen hohen Motivationswert für die angehenden Zweiradmechatroniker des Landesfachsprengels.

Martin Hillmeier

Firma KTM spendet Motorrad

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Elektromobilität schreitet voran

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Alwin Otto Kundendienstleiter KTM Deutschland (rechts) übergibt OStR Jürgen Stutz eine KTM Duke 125

Die angehenden Zweiradmechatroniker und Kfz-Mechatroniker/Motorradtechnik können künftig im Praxisunterricht an einer KTM Duke 125 mit Verbrennungsmotor ausgebildet werden. Das Fahrzeug verfügt über modernste Motorentechnik, hochwertige Fahrwerkskomponenten und eine Elektrik auf dem neuesten Stand der Technik. Möglich wird dies durch eine großzügige Spende der Firma KTM Sportmotorcycle Deutschland. Der Betrieb in Ursensollen ist deutschlandweit zuständig für Händlerbetreuung, technischen Kundendienst, und Garantieabwicklung. Dort arbeiten mit Martin Kerscher und Kerstin Sobiella zwei ehemalige Schüler, die ein gutes Beispiel für die beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten auf der Basis einer fundierten Erstausbildung zum Zweiradmechatroniker darstellen.

Die Entwicklung der Elektromobilität schreitet auch bei Motorrädern voran. Die Firma KTM präsentiert derzeit mit der KTM Freeride E-SM das erste Elektromotorrad für die Straße. Von einem leistungsstarken Lithium-Ionen-PowerPack gespeist, generiert der bürstenlose Permanentmagnet-Synchronmotor Motor eine Spitzenleistung von 16 kW sowie ein Drehmoment von 42 Nm. Das Fahrzeug ist ein erster entscheidender Schritt die Elektromobilität bei Straßenmotorrädern einzuführen. Den Herausforderungen der neuen Technik werden sich die angehenden Zweiradmechatroniker stellen müssen.

Martin Hillmeier

Wertvolle Ausbildungsförderung für Zweiradmechatroniker

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Firma Canyon sponsert Berufsschule I Straubing

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Die Azubis der Fachrichtung Fahrradtechnik (Klasse ZMF 12 A) freuen sich mit Fachbetreuer StD Martin Hillmeier (rechts) über die Spende

Ein nachahmenswertes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Berufsschulen im dualen System der beruflichen Erstausbildung gab die Firma Canyon aus Koblenz. Canyon entwickelt, montiert und vertreibt Rennräder, Mountainbikes und Triathlonräder sowie Zubehör und Bekleidung im Direktvertrieb, das heißt ohne Zwischenhändler direkt zum Kunden. Im Firmensitz in Koblenz an der Mosel sind mehr als 600 Mitarbeiter in Entwicklung, Vertrieb, Logistik, Marketing und Verwaltung beschäftigt. Die Firma ist seit vielen Jahren anerkannter Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb und wurde im Jahre 2009 von der Bundesagentur für Arbeit mit dem Zertifikat für Nachwuchsförderung ausgezeichnet. Der Förderung des beruflichen Nachwuchses fühlt sich die Firma auch weiterhin verpflichtet und unterstützte die Berufsschule I Straubing mit Unterrichtsmitteln in erheblichem Umfang für die praktische Ausbildung der Zweiradmechatroniker Fachrichtung Fahrradtechnik und der Fahrradmonteure. An der BS I Straubing werden im Fachbereich Zweiradtechnik ab dem 2. Lehrjahr alle Auszubildenden in den Berufen Zweiradmechaniker Fachrichtungen Motorrad- und Fahrradtechnik und Fahrradmonteure sowie die Kfz-Mechatroniker/Motorradtechnik (ab dem 3. Lehrjahr) beschult und erhalten dabei im Rahmen des „Dualen Systems“ ihre theoretische Ausbildung. Der Landesfachsprengel Zweiradtechnik umfasst alle Auszubildenden in diesen Berufen aus ganz Bayern. Im Schuljahr 2015/16 werden derzeit ca. 310 Schüler in 11 Klassen beschult.

Die gespendeten Rahmen, Rahmensets, Antriebs- und Fahrwerkskomponenten, Scheibenbremsen, Laufräder, Lenker, Sattelstützen, Vorbauten sowie diverses Zubehör kommen hauptsächlich im Lernfeld „Aufbauen eines Fahrrades aus Einzelteilen“ zum Einsatz.

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Nach einem ausführlichen Beratungs- und Verkaufsgespräch zur Ermittlung des Kundenwunsches müssen die Azubis mit Hilfe von modernen Vermessungssystemen die passende Rahmengröße und die Einstellmaße des Rades ermitteln. Die Abmessungen von Armlänge, Beinlänge, Körpergröße und Schulterbreite bestimmen die benötigte Rahmengröße und die Einstellmaße für die richtige Sitzposition des Fahrers. Die richtige Rahmengröße und eine ergonomische Fahrradeinstellung verhindern gesundheitliche Probleme wie Sitzbeschwerden, eingeschlafene Handgelenke oder Knie- und Rückenschmerzen und gewährleisten eine effektive Kraftübertragung sowie eine sichere Handhabung des Bikes auf der Straße und im Gelände. Danach erstellen die Auszubildenden einen Kostenvoranschlag für den Kunden mit Hilfe von Händlerkatalogen und Arbeitswertetabellen. Dabei kommt auch ein Warenwirtschaftsprogramm zum Einsatz.

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Grundlage für die Auswahl geeigneter Anbaukomponenten sind fundierte Kenntnisse der vielfältigen Rahmenspezifikationen, Rahmenmerkmale und –maße. Der folgende Zusammenbau deckt dann alle nötigen Montage- und Einstellarbeiten an Fahrrädern und den Umgang mit Spezialwerkzeugen ab. Dabei werden die Laufräder nach der Bestimmung der richtigen Speichenlänge mit verschiedenen Methoden von Hand eingespeicht und zentriert.

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Die Auszubildenden passen abschließend das fertig montierte Fahrrad an den Kunden an. Das beinhaltet neben den maßgeblichen Einstellmaßen Sattelhöhe, Sattelversatz, Abstand Sattel – Lenker und Lenkerniveau auch eine Grundeinstellung des Fahrwerks. Nach ausgiebigen Fahrversuchen mit Feintuning von Sitzposition und Federung erfolgt die Übergabe an den Kunden. So entstand im Laufe eines Schuljahres das Canyon-Bike im „Gold-Design“.

Antrittsbesuch und Infotag - Kfz-Innung besucht BS I

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Die Berufsschule I Straubing und die Kfz-Innung Niederbayern verstärkten die gute Zusammenarbeit im vergangenen Schuljahr weiter. Anfang des Jahres stattete der neue Geschäftsleiter der Kfz-Innung Niederbayern Josef Huber (Bildmitte) der Schule einen Besuch ab. Der 47jährige Diplomkaufmann trat am 01. Januar 2015 die Nachfolge des scheidenden Geschäftsführers Winfried Bayer an. Er inspizierte bei einem Rundgang durch die fahrzeugtechnischen Werkstätten die zur Verfügung stehende Ausstattung für den fachpraktischen Unterricht. In dem anschließenden Gespräch mit Schulleiter Johann Dilger (2. v. li.), Fachbetreuer Martin Hillmeier (re.), Werkstattleiter Werner Kraus (li.) und Hauptpersonalrat Hans Dengler (2. v. re.) betonten beide Seiten noch einmal die Notwendigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen der Berufsschule und den zuständigen Stellen und tauschten Informationen über künftige Zielsetzungen und Maßnahmen aus. Für Josef Huber und die Vorstandschaft der Innung stehen die Nachwuchssicherung im Kfz-Gewerbe und eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung ganz oben auf der Agenda. Die Abteilung Fahrzeugtechnik erläuterte dem Gast die Planungen für die mittelfristig anstehende Sanierung des Gebäudetrakts Anbau/Ost. Die angestrebte Erweiterung und Umstrukturierung der Werkstätten soll zu einer weiteren Verbesserung der Organisation und Qualität des Unterrichts beitragen.

Am 26. März 2015 führte dann die Kfz-Innung eine Informationsveranstaltung für ihre Mitglieder an der Berufsschule I Straubing durch. Schulleiter Johann Dilger begrüßte persönlich die Gäste. Danach stellte die Schulkantine ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis und verwöhnte die Teilnehmer mit hausgemachtem Sauerbraten. Rund 50 Vertreter aus Kfz-Betrieben in Niederbayern informierten sich dann über aktuelle Themen der Branche. Dabei standen Vorträge über gesetzliche Vorschriften bei Abgasuntersuchungen, Datenschutz bei Videoüberwachung und die Mindestlohnregelung auf der Tagesordnung. Die Betriebevertreter nahmen in der Pause die Gelegenheit wahr, die Werkstätten der Fahrzeugtechnikabteilung in Augenschein zu nehmen und ein Gespräch mit den Lehrkräften zu führen.

Der Schulleiter OStD Johann Dilger begrüßt die Gäste

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