Zweiradmechaniker erwerben Zusatzqualifikation

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Der Siegeszug des E-Bikes ist ungebrochen. Mittlerweile sind ca. 1,5 Millionen Elektrofahrräder auf deutschen Straßen unterwegs. Unsere Schule hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Leute nach den Erfordernissen der heutigen Zeit und auf dem neuesten Stand der Technik auszubilden. Im Unterricht der Fahrradtechnik rücken wir deshalb das Thema „Service, Wartung und Reparatur von Elektrofahrrädern“ verstärkt in den Vordergrund. Eine besondere Rolle spielen dabei die bei Elektrofahrrädern überwiegend verwendeten Lithium-Ionen-Batterien, die bei technischen Defekten oder unsachgemäßer Handhabung eine Gefährdung darstellen. Nach §12 des Arbeitsschutzgesetzes hat der Arbeitgeber die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit ausreichend und angemessen zu unterweisen. Aus diesem Grund organisierte StD Martin Hillmeier für die Auszubildenden im Zweiradmechaniker-Handwerk eine Schulung über „Aufbau, Sicherheit, Umgang, Transport und Lagerung von Lithium-Ionen-Batterien“. Dr. Jochen Mähliß (Dipl.-Chem.) von der Firma batteryuniversity.euGmbH konnte dafür als Dozent gewonnen werden. Seine anschauliche und kurzweilige Vortragsweise fand bei den Schülern großen Anklang. Alle 25 Teilnehmer erhielten am Ende der Fortbildung ein anerkanntes Schulungszertifikat. Diese zusätzliche fachliche Qualifikation verbessert nicht nur die persönlichen Zukunftschancen der Auszubildenden sondern trägt auch maßgeblich zum Erfolg der Betriebe bei, die unser Partner in der dualen Ausbildung sind.

Fahrradergonomie – ein neuer Trend

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Unter dem Thema „Fahrradergonomie – Körpervermessung und Fahrradeinstellung“ organisierte Fachbetreuer StD Martin Hillmeier eine Fortbildung der etwas anderen Art für die überwiegend „motoraffinen“ Kollegen der Fachgruppe. Mit Dipl. Ing. Andreas Schuwirth von der Firma XX Production online GmbH konnte ein anerkannter Fachmann als Referent gewonnen werden, der mit seiner unkomplizierten Art und einer praktisch orientierten Vortragsweise die Zuhörer in seinen Bann zog. Unterstützt wurde er dabei von Markus Unger von der Firma Bike Island aus München, der erst vor zwei Jahren die Gesellenprüfung in Straubing ablegte und heute im Alter von 26 Jahren bereits Inhaber eines modernen dienstleistungsorientierten Zweiradbetriebes ist und selbst Lehrlinge ausbildet. Er bereicherte den Vortrag mit interessanten Erfahrungen aus der Praxis.

Bei der Auswahl eines Rades kommt es nicht nur auf die passende Rahmengröße an, sondern auch die richtige Einstellung von Lenker und Sattel sind ausschlaggebend.Vermessungssysteme wie das Bodyscanning CRM bestimmen Körpermaße und Proportionen der Kunden, damit eine optimale ergonomische Einstellung des Rades sehr einfach zu finden ist. Ein passendes Fahrrad beugt Beschwerden vor und bestimmt in erheblichem Maße den Komfort und die Leistungen auf dem Rad. Nackenschmerzen, eingeschlafende Hände, Knieschmerzen, Rückenprobleme oder taube Fußballen gehören damit der Vergangenheit an. Was aber tun mit dem Hauptproblem des Radfahrers - einem schmerzenden Gesäß? Hier schafft der „Popometer“ Abhilfe, ein Gerät zur Bestimmung des Sitzknochenabstandes. Schnell kann daraus die richtige Sattelgröße bestimmt werden.

Neben der Fahrradergonomie werden in Zukunft für die Fahrradfachbetriebe auch andere Themen wie Fitness- und Leistungsüberprüfung oder Trainingsberatung für Freizeit- und Hobbysportler immer stärker in den Vordergrund rücken.

Aufgabe unserer Berufsschule wird es sein, die Auszubildenden rechtzeitig mit diesen neuen Lerninhalten vertraut zu machen, um ihnen damit das Rüstzeug für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn mit auf den Weg zu geben. Die Fortbildung trug wesentlich dazu bei, die dafür nötige fachliche Kompetenz der Lehrkräfte weiter zu vertiefen. Die Kollegen verfolgten die Ausführungen sehr interessiert und waren dabei zum Teil mit vollem Körpereinsatz bei der Sache.

Ausbildertag „Zweiradtechnik“ an der BS I

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Eine enge Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieben bildet die Grundlage für das überaus erfolgreiche duale System der Berufsausbildung in Deutschland. Deshalb veranstaltete die Fachgruppe Fahrzeugtechnik der Berufsschule I Straubing im Rahmen eines Tages der offenen Tür einen Ausbildertag für die Betriebe im Zweiradmechaniker-Handwerk. Obwohl der Einzugsbereich der Schüler in den Berufen Fahrradmonteur, Zweiradmechaniker (Fahrrad- und Motorradtechnik) und Kfz-Mechatroniker mit Schwerpunkt Motorradtechnik ganz Bayern umfasst, folgten trotz der weiten Anreise Ausbilder u.a. aus Augsburg, Fürth, Waldkirchen, Herzogenaurach, München und Schweinfurt der Einladung nach Straubing um sich vor Ort ein Bild über die Ausbildungssituation zu machen.

Fachbetreuer Martin Hillmeier und OStR Jürgen Stutz freuten sich besonders, dass sich darunter auch fünf ehemalige Schüler befanden, die heute als Werkstattleiter tätig sind oder gar eigene Betriebe führen und ihr Wissen an den Nachwuchs weitergeben. Zu Beginn informierten sie die Gäste über die Entwicklung der zweiradtechnischen Berufe am Schulstandort Straubing. Als 1989 die Ausbildungsverordnung zum Zweiradmechaniker in Kraft trat wurden gerade einmal 25 Schüler in einer einzigen Fachklasse beschult. Im aktuellen Schuljahr 2012/13 nutzen 320 Schüler in 13 Klassen sechs Lehrsäle und fünf Werkstätten. Großes Engagement zeigten die Ausbilder während der Präsentation der einzelnen Lerninhalte in den Fachrichtungen Fahrrad- und Motorradtechnik. Aus einer Fülle von Anregungen und Vorschlägen aus der betrieblichen Praxis entstanden viele neue Ideen für praxisnahe Lernsituationen und Kundenaufträge, mit denen sich abstrakte Lerninhalte anschaulich und motivierend im Unterricht umsetzen lassen. Mit einem kurzen Abriss über Ablauf und Inhalte der gestreckten Gesellenprüfung, die Gewichtung der Prüfungsaufgaben sowie die Bestehensregelung endete der Informationsteil.

Bei der nachfolgenden Führung durch die Werkstätten bestaunten die Ausbilder die umfangreiche Ausstattung, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befindet. In der Motorradwerkstatt demonstrierten Zweiradtechniklehrer Jürgen Stutz und Werkstattleiter Werner Kraus am Beispiel einer praktischen Gesellenprüfungsaufgabe aus dem Bereich „Diagnostizieren von Störungen an Motormanagement- und Abgasreinigungssystemen“ den Einsatz von computergestützten Diagnosegeräten bei der Fehlersuche. Die Komplexität und Vielfalt der Antriebssysteme von modernen Rennrädern, Mountain- und Trekkingbikes veranschaulichte Fachlehrer Josef Leierseder in der Fahrradwerkstatt. Besondere Aufmerksamkeit fanden auch das Laser gestützte Vermessungssystem „Body Scanning“ zur Ermittlung der richtigen Rahmengeometrie und das SRM-Trainingssystem.

Die abschließende Diskussion stand ganz im Zeichen der rasanten Entwicklung der Elektromobilität im Zweiradbereich. In ganz Deutschland sind bis heute nur ca. 5000 rein elektrisch betriebene PKWs zugelassen, aber auf den Straßen fahren bereits eine Million Elektrofahrräder. Die daraus resultierenden Änderungen in den praktischen und theoretischen Ausbildungsinhalten der Zweiradberufe können auch in Zukunft nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und Betrieben erfolgreich bewältigt werden.

Die Ausbilder hatten dann noch Gelegenheit, den Tag der offenen Tür zu nutzen, um sich über die übrigen Fachbereiche und Veranstaltungen zu informieren.

Fa. Velotech.de besucht die Abteilung Fahrzeugtechnik

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Die Lehrkräfte der Abteilung Fahrzeugtechnik konnten den Fahrradsachverständigen und Geschäftsführer der Firma velotech.de, Herrn Ernst Brust, für einen besonderen Fachvortrag gewinnen.

Velotech.de aus Schweinfurt führt im Auftrag von Firmen und Medien Festigkeits- und Sicherheitsprüfungen an Fahrrädern, ihren Komponenten und dem Zubehör durch. Weiterhin werden mit neuesten Prüfmitteln Schadensfälle untersucht und Gerichtsgutachten erstellt, so dass die Fa. velotech.de heute ein führendes Dienstleistungszentrum für Produktsicherheit mit dem Arbeitsschwerpunkt „muskelgetriebene Geräte“ ist. Velotech.de hat ca. 20 Mitarbeiter und bildet seit vielen Jahren Zweiradmechaniker aus, die an der Berufsschule I in Straubing ihre theoretische Ausbildung erhalten.

Mit seiner kurzweiligen und unterhaltsamen Art gelang es Herrn Brust von Anfang an die Lehrkräfte und die Schüler der Klasse ZMF 12 in seinen Bann zu ziehen. Wesentliche Inhalte der Vorträge waren „Rahmenschäden“, Rahmenwerkstoff Carbon“, „Rahmenflattern“ und „dynamische Belastungen bei Elektrofahrrädern“. Dabei wurde den Schülern mit eindrucksvollen Bildern, anschaulichen Videos und originalem Anschauungsmaterial vor Augen geführt, welche Gefahren und Schäden durch das höhere Gewicht und die höhere Geschwindigkeit im Alltagsbetrieb bei Pedelecs entstehen können.

Ein besonderes Highlight war der Vortrag des Schülers Holger Diehm, der Auszubildender bei velotech.de ist. Herr Diehm erläuterte seinen Mitschülern kompetent und verständlich den kompletten Testzyklus eines Fahrrades nach internationalen Richtlinien.

Der Vortrag endete mit einer lockeren Fragerunde und der Gewissheit, dass die Lehrer und Schüler viele Eindrücke und nützliches Wissen für Ihren beruflichen Alltag mitnehmen konnten.

 

Mit dem Mountainbike zur Walhalla

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Eine interessante Lehrfahrt durften die Auszubildenden Zweiradmechaniker der Fachrichtung Fahrradtechnik zur Walhalla bei Regensburg durchführen. Ziele der von OStR Jürgen Stutz organisierten und betreuten Fahrradtour waren die Stärkung der Klassengemeinschaft und die Verbesserung von Fahrtechnik und persönlicher Fitness. Daneben konnten die Schüler auch einen Einblick in die deutsche Kulturgeschichte gewinnen. Die Strecke führte entlang des Donauradweges nach Donaustauf. Das abwechslungsreiche Gelände eignete sich hervorragend für Gleichgewichts- und Bremsübungen. Für das Trainieren von steilen Bergauf- und Bergabfahrten bot sich der Donaudamm an. Nach knapp 50 km war die Walhalla – eine Ruhmes- und Ehrenhalle für bedeutende Persönlichkeiten der deutschen Geschichte – erreicht. Nach einem kurzen Vortrag über die Entstehung der Walhalla durften die Auszubildenden kostenlos die beeindruckenden Büsten im Inneren der Ruhmeshalle bestaunen. Nach einer ausführlichen Rast trat die Klasse den Rückweg an. Dabei stieß so mancher Schüler nach einer Gesamtfahrstrecke von 96 km auch an seine physischen Leistungsgrenzen. Am Ende waren trotz der Anstrengungen alle Teilnehmer von der Ausfahrt begeistert und diskutierten bereits mögliche Ziele für nächstes Schuljahr.

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