Fachvortrag der Firma Tridata

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Zweiradmechaniker werden in Warenwirtschaft unterwiesen

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Die Lehrkräfte des Fachbereiches Fahrzeugtechnik konnten im November 2014 den Geschäftsführer der Firma Tridata, Herrn Marc Schneider, für eine Schulung zu den Themen „Warenwirtschaft“ und „Werkstattauftrag“ gewinnen.

Das von Marc Schneider & Pascal Pan im Jahr 2005 gegründete Unternehmen Tridata OHG entwickelt und vertreibt Unternehmenssoftware. Die Firma aus Nürnberg gehört zu den führenden Anbietern von Warenwirtschaftssystemen in der Zweiradbranche. Mit dem Produkt „tribike“ ist es gelungen, dass zahlreiche Betriebe im Fahrradbereich Ihre Beschaffungs- und Verkaufsprozesse optimieren und somit höhere Erlöse erzielen. Die Firma Tridata hat unserer Schule die Software kostenlos zur Verfügung gestellt, so dass die Schulung in den Räumen der Schule durchgeführt werden konnte und auch in Zukunft eine Unterrichtung durch Lehrkräfte möglich sein wird.

Mit seiner unterhaltsamen, kurzweiligen Art und zahlreichen Anekdoten aus zwanzig Jahren Erfahrung in der Fahrradbranche gelang es Herrn Schneider von Anfang an, die Lehrkräfte und die Schüler der Abschlussklasse ZMF 13 für die Themen zu begeistern. Am Anfang der Schulung erklärte Herr Schneider den grundsätzlichen Aufbau, die Funktion und die Bedienung eines Warenwirtschaftssystems. Den Schülern wurde mit zahlreichen, anschaulichen Beispielen vermittelt, wie wichtig es für Unternehmen ist, den Wareneinkauf und das Lager zu optimieren. Viele Unternehmen scheitern häufig nach kurzer Zeit, da diese Vorgänge nicht transparent sind.

Der zweite Schwerpunkt der Schulung „Werkstattauftrag und Kasse“ steht in unmittelbarem Praxisbezug zum beruflichen Alltag. Hier konnten die Schüler selbständig Kundenaufträge erfassen, bearbeiten und schließlich abrechnen. Herr Schneider machte deutlich, welchen geringen Aufwand die digitale Abarbeitung eines Auftrages bei gleichzeitiger Optimierung der Erlöse erfordert.

Die Schulung endete mit einer lockeren Gesprächsrunde und der Gewissheit, dass die Schüler die erlernten Inhalte nicht für ihren beruflichen Alltag sondern auch für die Weiterbildung zum Meister oder die Tätigkeit in Führungspositionen benötigen.

Stefan Klein

Zweiradtechniklehrer auf Informationstour

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Von links: StD Heinrich Zwickert (Leiter am Standort Seesen), StD Martin Hillmeier und OStR Jürgen Stutz (BS I Straubing), Dipl. Ing. Rainer Schäfer (Teamleiter Zweiradtechnik Seesen)

 

Im Sommer 2014 begaben sich Fachbetreuer Martin Hillmeier und Zweiradtechniklehrer Jürgen Stutz auf die Reise nach Seesen bei Braunschweig, um sich bei den Kollegen der dortigen Berufsschule über den Stand der Ausbildung im Zweiradmechaniker-Handwerk in anderen Bundesländern zu informieren. Sie folgten damit einer Einladung von Rainer Schäfer. Der Kontakt entstand bei der gemeinsamen Arbeit beider Neugestaltung der Ausbildungsverordnung und des bundesweiten Rahmenlehrplans im Ausbildungsberuf „Zweiradmechatroniker“ im Winter 2013/14. An der Außenstelle Seesen des Berufsschulverbundes Goslar-Bassgeige/Seesen werden die Zweiradmechanikerlehrlinge aus ganz Niedersachsen und teilweise auch aus Thüringen beschult.

Am Anreisetag erkundete die Straubinger Delegation unter Führung von Rainer Schäfer standesgemäß auf Fahrrädern die Sehenswürdigkeiten von Braunschweig. Die Stadt an der Oker ist untrennbar mit einem der größten Herrscher des deutschen Mittelalters verbunden - Heinrich dem Löwen, der der Stadt Berühmtheit und Einfluss verlieh und dessen Spuren auch nach über 850 Jahren noch allgegenwärtig sind.

Am nächsten Tag stand ein ausführlicher Rundgang durch die Berufsschule in Seesen mit Besichtigung der Klassenräume und der Ausstattung der Motorrad- und Fahrradwerkstätten auf dem Programm. Es folgte ein intensiver Austausch über die Unterrichtspläne und den Ablauf sowie die Inhalte der Gesellenprüfungen in den beiden Bundesländern. Herr Schäfer präsentierte zum Abschluss noch einige konkrete Unterrichtsbeispiele aus seinem Fachbereich.

Der überregionale Vergleich zwischen den Berufsschulen über die Landesgrenzen hinaus lieferte dem bayerischen Lehrerteam viele wertvolle neue Ideen für die Unterrichtsarbeit in den zweiradtechnischen Berufen. Er erlaubt zudem eine bessere Einordnung der Unterrichtsqualität und der Ausstattung des Landesfachsprengels Zweiradtechnik an der Berufsschule I Straubing im bundesweiten Vergleich.

Abschließend wurde ein fortlaufender Informationsaustausch zwischen den Schulen vereinbart und Herr Schäfer zu einem Gegenbesuch eingeladen.

(Jürgen Stutz, Martin Hillmeier)

Mit dem Fahrrad zur Walhalla – eine Verbindung von Sport und Kultur

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Die Klasse ZM 11 B mit den Lehrerkräften Jürgen Stutz und Stefan Klein vor der Walhalla

 

Eine traditionelle Lehrfahrt durften die Auszubildenden im Zweiradmechaniker-Handwerk der Fachrichtung Fahrradtechnik zur Walhalla bei Regensburg durchführen. Ziele der von OStR Jürgen Stutz organisierten und betreuten Fahrradtour waren die Stärkung der Klassengemeinschaft und die Verbesserung von Fahrtechnik und Fitness. Im Vorfeld thematisierten die Lehrkräfte deshalb im Unterricht auch den Einfluss der Ernährung und die Bedeutung einer sinnvollen Einteilung der persönlichen Kräfte auf die individuelle Leistungsfähigkeit.

Daneben konnten die Schüler auch einen Einblick in die deutsche Kulturgeschichte gewinnen. Die Strecke führte entlang des Donauradweges nach Donaustauf. Das abwechslungsreiche Gelände eignete sich hervorragend für Gleichgewichts- und Bremsübungen. Für das Trainieren von steilen Bergauf- und Bergabfahrten bot sich der Donaudamm an. Nach knapp 50 km war die Walhalla – eine Ruhmes- und Ehrenhalle für bedeutende Persönlichkeiten der deutschen Geschichte – erreicht. Nach einem kurzen Vortrag über die Entstehung der Walhalla durften die Auszubildenden kostenlos die beeindruckenden Büsten im Inneren der Ruhmeshalle bestaunen.

Nach einer ausführlichen Rast trat die Klasse den Rückweg an. Dabei stieß so mancher Schüler nach einer Gesamtfahrstrecke von 96 km auch an seine physischen Leistungsgrenzen. Am Ende waren trotz der Anstrengungen alle Teilnehmer von der Fahrradausfahrt begeistert und diskutierten bereits mögliche Ziele für nächstes Schuljahr.

Jürgen Stutz

 

Hochvoltausbildung - 100% Erfolgsquote

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Auch in diesem Schuljahr bot die Fahrzeugabteilung für die Abschlussschüler der KFZ-Mechatroniker eine Zusatzqualifikation an, die berechtigt an HV-Fahrzeugen bestimmte Tätigkeiten durchzuführen.

12 Schüler besuchten freiwillig den Samstagsunterricht und wurden so an die Elektromobilität herangeführt. Die Lerninhalte umfassten theoretische und praktische Inhalte. So lernten die Schüler technische Details, rechtliche Grundlagen, Erste Hilfe und Arbeiten an HV-Fahrzeugen kennen. Neben dem notwendigen Freischalten der Spannung der Elektrofahrzeuge, um überhaupt an ihnen arbeiten zu dürfen, wurden auch verschiedene Messungen zur Fehlersuche durchgeführt.

Besonderen Dank geht an dieser Stelle an das Autohaus Ströher in Neukirchen, das die Schule mit einem Toyota Prius III und den entsprechenden technischen Unterlagen unterstützte.

Die Maßnahme wurde von StR Daniel Köhl und FOL Werner Kraus durchgeführt, bzw. organisiert. So erhielten die Schüler eine optimale Vorbereitung auf die Prüfung, welche die TÜV-Süd-Akademie Regensburg abnahm.

Die Zertifikate „Elektrofachkraft für HV-Systeme in Kraftfahrzeugen für Kfz-Hersteller und Kfz-Zulieferer“ überreichte StR Daniel Köhl bei der Schulabschlussfeier am 22.01.2015.

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Zweiradmechaniker international erfolgreich - Bundesweite Anerkennung für die Berufsschule I

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Absolventen der Berufsschule I in Straubing errangen in den letzten Jahren großartige Erfolge beim praktischen Leistungswettbewerb im Zweiradmechaniker-Handwerk auf Bundes- und Europaebene, zu denen die hervorragende Arbeit der Lehrkräfte in den Zweiradtechnikklassen einen nicht unerheblichen Teil beitrug. 2010 stellte Leonhard Selbherr (li. unten) in der Fachrichtung Fahrradtechnik den 1. Sieger beim Bundeswettbewerb und triumphierte auch beim Europacup. Ein Jahr später wiederholte Philip Weber (re. unten) bei den Motorradmechanikern nicht nur dieses Kunststück, er gewann zudem bei den Berufs-Europameisterschaften EUROSKILLS 2012 die Goldmedaille für die Bundesrepublik Deutschland. Weitere Topplatzierungen errangen Dominik Müller (1. Bundessieger 2012/Motorradtechnik) und Tobias Schmid (2. Bundessieger 2012/Fahrradtechnik).

Diese Erfolge verschafften dem Landesfachsprengel Zweiradtechnik bundesweite Aufmerksamkeit und Anerkennung, so dass Bundesinnungsmeister Frank Döring (2. v. li.) beschloss die Berufsschule I im Rahmen einer Ausbildungsinitiative zu besuchen. Ziel dieser Initiative des Bundesverbandes für das deutsche Zweiradmechaniker-Handwerk ist es, sich ein Bild von den wichtigsten Ausbildungseinrichtungen in Deutschland zu machen und deren Stärken in einem ausführlichen Schulporträt hervorzuheben. Begleitet wurde er dazu von den Chefredakteuren der Zeitschriften „bike und business“ (Stephan Maderner) und „Radmarkt“ (Michael Bollschweiler).

Schulleiter Johann Dilger (1. v li.) führte die Gäste durch die Fahrrad- und Motorradwerkstätten, in denen die Auszubildenden an vielen unterschiedlichen Arbeitsstationen das gesamte Spektrum der Lerninhalte in der Fachstufe demonstrierten. Zweiradtechniklehrer Jürgen Stutz (3. v. li.) und Fachbetreuer Martin Hillmeier (4. v. li.) erläuterten parallel dazu die Zuordnung der Lerninhalte zu den Lehrplänen und Lernfeldern. Die Gelegenheit, sich umfassend über die Zweiradtechnikabteilung an der Berufsschule zu informieren ließen sich auch Kreishandwerksmeister Armin Stöckel (3. v. re.), der Obermeister der Mechanik-Innung Niederbayern/Oberpfalz Josef Kollmannsberger (2. v. re.) und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Straubing Andreas Mühlbauer (1. v. re.) nicht entgehen.

Beim abschließenden Informationsaustausch diskutierte die Runde unter anderem über die anstehende Neuordnung der Ausbildungsinhalte und Lehrpläne, über zusätzliche Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung sowie die Bedeutung der Elektromobilität für die zweiradtechnischen Berufe. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der praxisorientierten Kompetenzvermittlung, der umfangreichen und modernen Ausstattung und dem engagierten Kollegium an der Berufsschule I. Die Auszubildenden nehmen dafür die oft sehr weiten Anfahrtswege gerne in Kauf und präsentieren sich im Unterricht hoch motiviert, was Stephan Maderner treffend mit den Worten beschrieb: „Das Leuchten in den Augen der Schüler zeigt die Begeisterung und die Freude, mit der sie ihren Beruf ausüben und das Lernangebot der Schule annehmen.“

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