Zweiradmechatroniker unter Strom

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BOSCH eBike-Systems sponsert Berufsschule I

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Zweiradtechniklehrer Jürgen Stutz, Schulleiter Johann Dilger, Harald Sterzl von BOSCH E-Bike Systems, Fachbetreuer Martin Hillmeier und Fachlehrer Josef Leierseder bei der Übergabe (von li. nach re.)

Im Zuge der zunehmenden Technisierung und Elektrifizierung von Zweirädern wandelte sich das Fahrrad vom primitiven Drahtesel zum hochtechnisierten Lifestyle-Produkt. Die Fahrradreparaturbetriebe werden verstärkt mit elektrischen Antriebskonzepten und elektronischen Systemen und Komponenten konfrontiert. Diese veränderten Kompetenzanforderungen machten eine Überarbeitung des Berufsbildes nötig, die einher ging mit einer Änderung der Berufsbezeichnung. Seit dem 01.08.2014 heißen die Auszubildenden im Zweiradmechaniker-Handwerk „Zweiradmechatroniker/in“. Die Diagnose und Beseitigung von Fehlern und Störungen in vernetzten Systemen von Elektrofahrrädern bilden nun einen Schwerpunkt ihres zukünftigen Aufgabengebietes.

Dies stellt auch große Anforderungen an die Ausstattung der Berufsschulen als Partner der Betriebe im dualen System der beruflichen Bildung. Umso größer war die Freude des Sachaufwandsträger, der Schulleitung und der Zweiradtechniklehrer über eine sehr großzügige Spende der Firma BOSCH eBike-Systems für den Landesfachsprengel Zweiradtechnik an der Fraunhofer-Berufsschule Straubing. Die Initiative ging dabei von zwei renommierten Ausbildungsbetrieben und Big Playern des Fahrradfachhandels in Bayern aus. Zweirad Würdinger aus Vilshofen mit Filialen in Plattling und Passau sowie das Radhaus Ingolstadt unterstützten die Spendenaktion. Harald Sterzl – Gebietsleiter und Fachberater für Süddeutschland – übergab in den Fahrradwerkstätten Tauschmotoren für den vorhandenen Fahrzeugbestand, Akkus, Displays, Diagnose Dongles und diverse Ersatzteile für den praktischen Unterricht. Als Highlights ragten dabei der brandneue Bosch Capacity-Tester, ein Tool zur Ermittlung der aktuellen Akku-Kapazität, und die neueste Generation des Board-Computers Nyon heraus, der Information, Navigation und Trainingsfunktion mit Smartphone- und Internetanbindung über Bluetooth und WLAN bietet. Die gespendeten Bauteile und Komponenten stellen eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung der angehenden Zweiradmechatroniker und Fahrradmonteure auf dem neuesten Stand der Technik an der Berufsschule I sicher. Harald Sterzl verwies dabei auch auf die Vorteile für sein Unternehmen. Gut ausgebildete Zweiradmechatroniker gewährleisten eine fundierte Beratung, schnelle und hochwertige Reparatur- und Wartungsarbeiten, erhöhen die Kundenzufriedenheit mit den Firmenprodukten und entlasten die technische Hotline sowie den Servicebereich des Unternehmens. Sie erleichtern zudem die Einführung von technischen Neuerungen. So hat BOSCH mittlerweile ein Vorderrad-Antiblockiersystem für Elektrofahrräder in Kombination mit einer Hinterrad-Abheberegelung und integrierte vollelektronische Schaltlösungen zur Serienreife entwickelt. Harald Sterzl betonte die Absicht einer längerfristigen Kooperation von BOSCH eBike-Systems mit der Berufsschule I Straubing.

Der Beruf des Zweiradmechatronikers hat eine große Zukunft. E-Bikes haben eine Vorreiterrolle bei der Elektromobilität übernommen. Während in Deutschland 2016 gerade einmal 11400 reine Elektroautos zugelassen wurden verkaufte der Handel im selben Zeitraum 605000 Elektrofahrräder. Insgesamt fahren damit bereits rund drei Millionen Elektrofahrräder auf Deutschlands Straßen.

Martin Hillmeier, BS I Straubing

Hybridtechnik für die Ausbildung

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Autohaus Ströher unterstützt Berufsschule I

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Werkstattleiter Werner Kraus, Fachbetreuer Martin Hillmeier, Firmenchef Peter Ströher, Kfz-Meister Sergej Mirnov und Schulleiter Johann Dilger (von li. nach re.) bei der Fahrzeugübergabe

Mit tatkräftiger und finanzieller Unterstützung des Autohauses Ströher e.K. aus Neukirchen konnte die Berufsschule I in Straubing einen gebrauchten Toyota Prius II mit moderner Hybridtechnik anschaffen. Die Richtlinien des neuen Lehrplans für Kfz-Mechatroniker Schwerpunkt PKW schreiben verbindlich die Hybridtechnik bzw. die Elektromobilität als Lerninhalte vor. Dies wird nun nicht nur theoretisch sondern auchpraktisch umgesetzt. Durch die Symbiose von Otto- und Elektromotor wird ein Durchschnittsverbrauch von ca. 4,5 l auf 100 km erreicht. Bei rücksichtsvoller Fahrweise mit hohem Rekuperierungsanteil (= Energierückgewinnung beim Bremsen bzw. im Schiebebetrieb) ist auch ein niedrigerer Kraftstoffverbrauch von unter 4 l/100 km realisierbar. Wird rein elektrisch gefahren, so kann mit dem 50 kW starken Elektromotor eine Strecke von ca. 25 km im Stadttempo zurückgelegt werden. Die Auszubildenden lernen an diesem Pkw die Besonderheiten eines Hybridfahrzeuges kennen und üben den Einsatz moderner Diagnosetools sowie die systematische Vorgehensweise bei der Fehlersuche. Bei Fehlern im Hochvoltsystem ist es erforderlich das System spannungsfrei zu schalten, um gefahrlos zu arbeiten. Die Batteriespannung beträgt hier immerhin über 200 V. Unter Berücksichtigung der allgemeinen Sicherheitsregeln schulen die Lehrkräfte nun diesen Vorgang direkt am Fahrzeug. Mit speziellen Mess- und Prüfgeräten können zudem praxisnahe Messungen an Hochvoltkomponenten sicher und unfallfrei durchgeführt werden. Wir sagen herzlichen Dank!

Werner Kraus

Vier neue GHOST-Bikes für die Ausbildung

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Die Klasse ZMF 12 B freut sich mit Fachlehrer Josef Leierseder (li.) und Fachbetreuer Martin Hillmeier (2. v. re.) über die Spende.

Als bayerisches Unternehmen mit Sitz in Waldsassen und Ausbildungsbetrieb ließ es sich die Firma GHOST Bikes nicht nehmen, den Landesfachsprengel Zweiradtechnik an der BS I Straubing mit vier neuen und topmodernen Fahrrädern für den Praxisunterricht auszustatten. Das Highlight stellt dabei zweifellos das GHOST DH7 dar, ein Downhill-Bike mit leistungsfähigen Fahrwerkselementen sowie Antriebs- und Bremskomponenten auf dem neuesten Stand der Technik. Die Fahrrädern kommen bei Montage-, Demontage-, Prüf- und Einstellarbeiten an Fahrradrahmen, Fahrwerk und Ausstattungskomponenten zum Einsatz.

Die Vorteile einer fundierten Ausbildung sowohl für die Betriebe als auch für die Azubis selbst werden an Pascal Holm (Bildmitte vorne) sichtbar, der bei GHOST zuerst zum Fahrradmonteur ausgebildet wurde und die Abschlussprüfung im Sommer 2015 erfolgreich ablegte. Derzeit qualifiziert er sich in der Klasse ZMF 12 B zum Zweiradmechatroniker Fachrichtung Fahrradtechnik weiter und ist auf dem besten Weg die Gesellenprüfung im Winter 2016/17 zu meistern. Damit steht er zum einen seinem Ausbildungsbetrieb als hochqualifizierte Arbeitskraft zur Verfügung und hat zum anderen ein solides Fundament für seine berufliche Existenz gelegt.

Martin Hillmeier

Neue Gabeln braucht das Land

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Großzügige Spende von SRAM Deutschland

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Die Schüler der Klasse ZM 11 C mit Patrick Pfeifer (3. von links) und Fachlehrer Josef Leierseder

Die Zweiradtechnikabteilung der Berufsschule I freut sich über eine großzügige Spende der Firma SRAM Deutschland aus Schweinfurt. Nach Übernahme der Fahrradsparte des Traditionsunternehmens SACHS im Jahr 1997 entstand am dortigen Standort ein Entwicklungs-, Technik-, Kundendienst- und Vertriebszentrum für Fahrradkomponenten. Dort wird Patrick Pfeifer zum Zweiradmechatroniker der Fachrichtung Fahrradtechnik ausgebildet. Dies nahm die Firma zum Anlass die Unterrichtsarbeit der Zweiradtechniklehrer mit elf neuen Fahrradfedergabeln „RockShox Pike“ mit topaktueller Technik zu unterstützen. Die Gabeln kommen im fachpraktischen Unterricht in den Lernfeldern „Serviceaufgaben an Fahrwerkssystemen durchführen“ und „Fehlfunktionen und Schäden an Fahrwerkssystemen diagnostizieren“ zum Einsatz. Die Firma SRAM trägt mit ihrer Spende zu einer qualitativ hochwertigen Ausbildung ihrer eigenen Auszubildenden und vielleicht auch ihrer zukünftigen Mitarbeiter bei.

Martin Hillmeier

Zweiradmechaniker-Europacup 2016

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Gold und Bronze für Azubis der BS I Straubing

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Europameister Florian Ohnesorg und Michael Kellner (Bronze) hochkonzentriert und mit vollem Einsatz bei der Arbeit.

Der 8. Europacup der Zweiradmechaniker in den Fachrichtungen Motorrad- und Fahrradtechnik fand dieses Jahr in Brünn/Tschechien statt. Im deutschen Team kämpften die beiden Bundessieger Florian Ohnesorg (Fahrrad) und Michael Kellner (Motorrad) um die Medaillen. Sie erhielten ihre Ausbildung im Rahmen des dualen Berufsbildungssystems auch an der Straubinger Berufsschule. Der Wettbewerb wurde im Rahmen des Motosalons - einer internationalen Messe für Motorräder, ATVs, Zubehör und Bekleidung - als „Schauschrauben“ unter den Augen von ca. 17000 Besuchern durchgeführt. Dies stellte neben der nötigen Fachkompetenz hohe Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit der Teilnehmer, die jeweils 8 Arbeitsstationen in 40 Minuten bewältigten mussten.

Die Motorradaufgaben bezogen sich auf viele verschiedene Baugruppen: Fehlersuche in Ladesystem, Anlasserstromkreis, Teleskopgabel und Schaltklauengetriebe, Vergasereinstellung, Zylinderkopf-vermessung, Motordiagnose und die Dichtigkeitsprüfung eines Kühlsystems. Michael Kellner errang in der Endabrechnung einen hervorragenden dritten Platz und musste sich nur den beiden tschechischen Teilnehmern geschlagen geben.

Die Fahrradschrauber standen ebenfalls vor hochkomplexen Aufgabenstellungen. Sie hatten Service- und Reparaturarbeiten an einer Rohloff-Getriebenabe, einem Gates-Riemenantrieb, einer Telegabel und einem Hinterbaudämpfer durchzuführen. Weiterhin war eine hydraulische Scheibenbremse zu entlüften und ein Laufrad von Hand einzuspeichen. Hier setzte sich Florian Ohnesorg gegen seine Konkurrenten aus Österreich, der Schweiz und Tschechien durch und darf sich nun ein Jahr lang Europameister der Zweiradmechaniker nennen.

Martin Hillmeier

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