Großer Preis von Niederbayern

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Agnes Bernauer – zuckersüß?!

Tortenwettbewerb für junge Konditorinnen und Konditoren

Ein Porträt der jungen Bernauerin und einen Badezuber, aber auch ein auf tragische Weise durch die Donau getrenntes Liebespaar schufen – allerdings aus Zucker, Marzipan und Schokolade - die angehenden Konditorinnen und Konditoren im dritten Ausbildungsjahr beim Tortenwettbewerb mit dem Motto „Agnes Bernauer Festspiele 2015“.

Bereits zum vierten Mal veranstaltete unsere Schule, an der alle Auszubildenden zu Konditorinnen und Konditoren aus dem Regierungsbezirk Niederbayern unterrichtet werden, den Schülerwettbewerb „Großer Preis von Niederbayern“. Traditionell wird ein Ereignis der Region als Thema ausgewählt, in diesem Jahr das Tragödienspiel um die Liebesgeschichte von Herzog Albrecht und Agnes Bernauer.   

Am 25. April 2015 setzten die sechzehn teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Fachklasse für Konditoren das Motto äußerst unterschiedlich, aber in jeder Hinsicht phantasievoll und auch außergewöhnlich um und präsentierten abschließend kreativ gestaltete und handwerklich überzeugende Formtorten. Schon seit Beginn des Jahres hatten sie Ideen gesammelt, Zeichnungen angefertigt, Details geübt und Arbeitsabläufe geplant.

Die Ideen überraschten: Das Herzogschloss und der Stadtturm aus Kuvertüre, mit Zuckerperlen besetzte Kronen und Spitzhüte aus Marzipan und Zucker, Porträts des Herzogspaares, die typische geballte Faust der sterbenden Bernauerin und nicht zuletzt eine Torte mit Textpassagen aus dem Historienspiel modellierten die Wettbewerbsteilnehmer.

Die Öffentlichkeit war eingeladen, den jungen Künstlern bei der Arbeit zuzusehen und anschließend die Kunstwerke in der Aula der Schule zu bewundern.

Die Bewertung der Wettbewerbsarbeiten erfolgte durch eine Fachjury. Dieser gehörten der stellvertretende Obermeister der Konditoren-Innung Bayern, Franz Wenninger aus Landshut, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses für die Konditoren, Hans-Georg Löw aus Geiselhöring, Konditormeister Hans Brunner aus Schwandorf, Julian Glaser als junges Mitglied des Gesellenprüfungsausschußes sowie der Obermeister der Bäckerinnung Donau-Wald, Max Artmeier, an.

Neben der handwerklichen Fertigkeit wurde natürlich vor allem die Kreativität und Phantasie bei der Umsetzung des Themas bewertet. Ebenso gingen aber auch der Schwierigkeitsgrad der angewendeten Techniken und die Gesamtpräsentation in die Bewertung mit ein.

In einem Festakt, zu dem Schulleiter Johann Dilger neben den Eltern, Verwandten und Freunden der Teilnehmer auch zahlreiche Vertreter der Ausbildungsbetriebe begrüßen konnte, zeichnete Fachoberlehrer Franz Eyerer die drei besten Wettbewerbsteilnehmer aus. Er betonte, dass die Wettbewerbsarbeiten nicht nur eine hervorragende Werbung für das Konditorhandwerk sind, sondern auch eine optimale Vorbereitung auf die bevorstehende Gesellenprüfung bieten.

Oberbürgermeister Markus Pannermayr und Landrat Josef Laumer waren gerne gekommen, um sich die süßen Köstlichkeiten anzusehen und die Auszubildenden zu beglückwünschen.

Leitender Regierungsschuldirektor Anton Tafelmeier versicherte in seinem Grußwort, dass nur die Kunstwerke der Konditoren drei Sinne – Geruch, Geschmack und Auge - auf einmal ansprechen können.

Mit einem kleinen Hofstaat kam auch das amtierende Herzogspaar, Anna Lummer und Daniel Edenhofer, und versicherte den Konditor-Azubis, dass sie das Thema wunderbar getroffen hätten.

Der Vorsitzende des Agnes-Bernauer-Festspielvereins, Dr. Hubert Fischer, begleitete in seiner Rolle als Herzog Ernst die Abordnung. Er zeigt sich vom Ideenreichtum überrascht und lud die Wettbewerbsteilnehmer spontan zum Besuch der Festspiele, die drei Preisträger sogar zur Premiere, ein.

Als Wettbewerbssieger ging Ferdinand Stockinger von der Konditorei Löw in Geiselhöring hervor. Seine sehr moderne Umsetzung mit einer blau-schimmernden Donau -Torte, einer zerbrochenen Brücke und dem stilisierten Stadtturm überzeugte schließlich die Jury.

Als zweitbeste konnte die Torte von Sabrina Raitner, die in der Bäckerei-Konditorei Pilger in Breitenberg ausgebildet wird, ausgezeichnet werden. Auch sie hatte Donau und Schloßbrücke dargestellt, ergänzt durch ein Zuckerwappen.

Den dritten Platz erreichte Daniela Reindl, die ihre Ausbildung in der Konditorei Belstner in Landshut absolviert. Ein Krönchen und den typischen Spitzhut hatte sie äußerst filigran modelliert.

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