Tag der Ausbildung und Berufe

Veröffentlicht in Bauholz Aktuelles

Ein Fenster der Ausbildungsbetriebe

Reges Interesse am „Tag der Ausbildung und Berufe“ – Viele Infos für Schüler

Straubing-Bogen. Neben der Aufgabe, Wissen zu vermitteln, ist es auch ein Anliegen der Schulen, ihre Schüler bestmöglich auf das Berufsleben vorzubereiten. Um den Buben und Mädchen ab der achten Klasse einen Überblick zu bieten, welche verschiedenen Möglichkeiten sie haben, fand am Freitag der „Tag der Ausbildung und Berufe“ in Bogen statt. 24 Firmen und Institutionen aus der Region nutzten die Gelegenheit, sich den Schülern und Eltern vorzustellen.

IMG_0394.JPG

Bei der Berufsschule konnten sich die Schüler im Hausbauen üben.

Bereits zum dritten Mal organisierte der Bogener Arbeitskreis Schule-Wirtschaft zusammen mit der Ludmilla-Realschule, deren Förderverein und dem Veit-Höser-Gymnasium diesen Tag in der Dreifachturnhalle des Gymnasiums. Bewusst hat man sich für den Freitag als Veranstaltungstag entschieden, damit am Nachmittag auch die Eltern die Möglichkeit haben, sich über die Perspektiven ihrer Kinder zu informieren. Und sie erhielten einen umfassenden Einblick. Neben zahlreichen Handwerksbetrieben beteiligten sich auch verschiedene Institutionen, Hochschulen, Berufsschulen und Dienstleister an dem „Tag der Ausbildung und Berufe“.

Wolfgang Folger, Vorsitzender des Arbeitskreises, bezeichnete diese Veranstaltung als „Fenster der Ausbildungsbetriebe“. Hier könnten sie die künftigen Fachkräfte darauf aufmerksam machen, welche verschiedenen Möglichkeiten ihnen das Berufsleben bietet. Und es könnten bereits Kontakte für die Zukunft geknüpft werden, war von den Verantwortlichen einhellig zu hören.

Landrat Josef Laumer stellte heraus, dass es heutzutage vielfache Möglichkeiten gibt – nicht mehr nur die Wahl zwischen Studium und Ausbildung. Mit dem dualen Studium gebe es zusätzlich eine Kombination aus beidem. „Und dafür muss man nicht unbedingt in eine Metropole.“ Auch in Straubing und Deggendorf gebe es viele Angebote. „Und die Betriebe in der Region wollen ebenfalls junge und engagierte Leute.“ Laumer lobte, dass die Schüler und Eltern an diesem Tag nun einen „Komplettüberblick über tolle Berufe“ erhielten.

Junge Leute in Region halten

Bürgermeister Franz Schedlbauer bekräftigte, dass es ein Anliegen ist, die jungen Leute in der Region zu halten: „Sie sind unser Kapital und unsere Zukunft.“ Und die Aussichten seien gut. Mit 3,2 Prozent Arbeitslosigkeit herrsche nahezu Vollbeschäftigung. „Die Ausbildungssituation hat sich gedreht“, bestätigte VHG-Schulleiter Helmut Dietl. Dadurch, dass Fachkräfte händeringend gesucht werden, seien die Schüler in einer glücklichen Lage: „Ihr könnt wählen, welchen Beruf ihr machen wollt.“

Wie wichtig der Kontakt zu den Firmen ist, stellte Realschulleiter Werner Groß heraus. Dadurch, dass sie möglichst zahlreiche Firmen und Berufe kennenlernen, werden viele junge Leute davor bewahrt, den falschen Beruf zu ergreifen. „Sucht euch einen Job, der euch gefällt“, riet auch Niederwinklings Bürgermeister Ludwig Waas, der zugleich Vorsitzender des Realschulfördervereins ist.

Eigene Talente erforschen

Die offizielle Eröffnung der Veranstaltung oblag schließlich dem Schirmherrn und ehemaligen Präsidenten der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Franz Prebeck. Er richtete einen Appell an die Schüler und Lehrer. Über 50 Prozent eines Jahrgangs streben derzeit eine akademische Ausbildung an. Somit bleiben nur 50 Prozent für die Wirtschaft. Dieses Verhältnis funktioniere jedoch nicht. „Wir brauchen Leute, die das akademische Wissen in Produkte umsetzen.“ Deshalb rief er die Schüler dazu auf, in sich zu gehen und zu erforschen, wo die jeweiligen Talente liegen. Denn nur, wenn die Berufswahl danach ausgerichtet ist, werde man in seinem Beruf auch glücklich. Die Lehrer seien gefordert, die Schüler dabei zu unterstützen.

Gerade in unserer Region seien gut ausgebildete Facharbeiter in Betrieben die Stärke. Und ein akademischer Beruf sei nicht automatisch ein Garant für mehr Verdienst. „Wer selten und rar ist, der wird auch gut bezahlt“, so Prebeck. Und die Betriebe würden mit Leidenschaft ausbilden, denn nur so könnten sie in der Wirtschaftswelt überleben und erfolgreich sein.

Nach diesem offiziellen Teil der Veranstaltung verteilten sich die Schüler in der Turnhalle, um sich an den Ständen über die verschiedenen Berufsfelder zu informieren. Den ganzen Tag über herrschte reges Treiben und die Firmenvertreter – zum Teil auch Lehrlinge – erzählten aus ihrem Arbeitsalltag und beantworteten Fragen. Einige Firmen hatten auch Arbeitsgeräte aufgebaut, sodass die Schüler gleich einen Einblick in die Praxis erhielten. – kh –

Quelle: Straubinger Tagblatt vom 22.10.2016

 

 

Copyright © 2018 Staatliche Berufsschule I Straubing. Alle Rechte vorbehalten. | designed by lupographics.de