Freisprechung 2016

Veröffentlicht in Bauholz Aktuelles

 

Altesbewahren, Neuem nicht verschließen

Maurer, Zimmerer und Schreiner im Sparkassensaal stimmungsvoll freigesprochen

 

„Pünktlich wie die Maurer“ begann die Feierstunde der Maurer, Schreiner und Zimmerer, zu der am Dienstagabend im Sparkassensaal der Obermeister der  Bau-Innung Straubing-Bogen Ludwig  Hilmer zahlreiche Ehrengäste begrüßte. Die Auszubildenden wurden durch den Vorsitzenden Kreishandwerkmeister Armin Stöckel freigesprochen und sind nun Junggesellen. Fahnenabordnungen der Maurer und der Zimmerer gaben der Freisprechung ein stimmiges Bild.

Diese jungen Menschen, die eine erfolgreiche Ausbildung mit einer ebenso erfolgreichen  Prüfung abschließen konnten, haben sich als Maurer ganz gewiss keine Steine in den Weg gelegt und haben auch als Schreiner und Zimmerer kein Brett  vorm Kopf – denn mit der Wahl für einen guten Handwerksberuf haben sie bisher alles richtig  gemacht.

„Wir haben keinen Mangel an Arbeitsplätzen, wir haben für unseren Bedarf einen Mangel an gut ausgebildeten  Arbeitskräften“, betonte Ludwig  Hilmer,  „denn die Bauherren erwarten von uns eine vernünftige Leistung und eine gute Bauausführung,  denn schließlich hängt auch  viel  Geld  in einem Neubau oder in einer Sanierung.“


Interessant sei das Berufsbild  allemal. Viele Lehrlinge würden dafür sorgen, die Berufsschule in Bogen auslasten zu können.

Gastgeber Dr. Martin Kreuzer, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Niederbay ern-Mitte, war der erste Gratulant für die Absolventen dieser ehrbaren Handwerksberufe der verschiedenen Innungen. „Erkennen Sie die Trends der Zeit, bleiben Sie am Ball und legen Sie viel Wert auf Ihre Fortbildung“ , gab der Banker den Handwerkern mit auf den Weg.

„Seid stolz auf euren Beruf!“, bekräftigte Alois Rainer, selbstständiger Handwerksmeister und Bundespolitiker.  Mit   dem  Stolz  komme auch der große Erfolg  im  beruflichen Werdegang zwangsläufig, sagte Rainer, der auch jenen dankte, die mit  ihrer  Unterstützung  diese jungen Menschen hier und heute in den Sparkassensaal gebracht haben. Bürgermeisterin  Maria  Stelzl sagte anerkennend: „Sie sorgen dafür, dass der Mensch einvernünftiges Dach über dem Kopf  hat und sich in den Räumen darunter wohlfühlen kann.“

Zwischen den Grußworten gab es immer wieder hervorragende Musik von  „Johnny  &  Mike“,  Rainer Heindl und Michael Schöfer.

Landrat Josef Laumer sagte:„Wir brauchen euch und eure Berufe, denn bei uns stellt  das Handwerk eine wichtige Säule in der Wirtschaft dar.“ Josef Laumer  bedankte sich bei Ludwig Hilmer,  der für  seine Bereitschaft mit behinderten Menschen zu arbeiten  den Inklusions- Ausbildungspreis  des Landkreises erhalten hat.

Der  Leiter  der Bogener Berufsschul-Außenstelle  Studiendirektor Josef Anzinger sprach zu den ehemaligen Schülern, die ihre Berufsschulzeit in Bogen, Landshut und Deggendorf absolviert haben und  blickte  zurück auf die Stadtturm-Geburtstagsfeier, zu der Maurer-Azubis fünf ge- mauerte Spitzbögen beigetragen haben.

„Wir Handwerker  bewahren alte Traditionen  und verschließen uns nicht  dem Fortschritt“,  meinte der Vorsitzende Kreishandwerksmeister Armin  Stöckel, dem es oblag, die Freizusprechenden Kraft seines Amtes und mit dem Satz „Gott schütze das ehrbare Handwerk“ in den Gesellenstand zu erheben.

Stefan Zisler-Staudinger aus Perkam, der sein Handwerk  bei der Janker-Bauunternehmung in Perkam  erlernt hat, war der Prüfungsbeste von 13 Maurern  und  erhielt für seine gute  Leistung von  der Schlagmann-Edmüller-Stiftung (Poroton-Ziegel) 500 Euro. Auch die neuen Maurer-Gesellen, die in Zunftkleidung  zur Freisprechung erschienen waren, erhielten von der Stiftung  je 50 Euro.

Bei den Schreinern wurde eine ausgezeichnete Leistung  ebenfalls belohnt: Roland Kapsreiter von der Schreinerei Bierl in Steinach war Prüfungsbester von drei Schreinern, die die Prüfung erfolgreich absolviert haben. Kapsreiter wurde auch  als  „Gewinner   ‚Gute  Form‘  2016“ der Innung Straubing geehrt.

Auch alle anderen Prüfungsteilnehmer, darunter ein Zimmerer, erhielten ihre Gesellenbriefe und ihre Prüfungszeugnisse. „Im Großen und Ganzen war es eine schöne Zeit“, fasste Stefan Zisler-Staudinger die Lehr- und Schulzeit in einem Satz zusammen. Hans Kastl,  Obermeister der Schreiner-Innung,   sprach das Schlusswort.

         -wil-

Quelle Straubinger Tagblatt vom 15.09.16

 

Copyright © 2018 Staatliche Berufsschule I Straubing. Alle Rechte vorbehalten. | designed by lupographics.de