Das Sozialkundeseminar

Veröffentlicht in Berufsschule I

Das Sozialkundeseminar stellt sich Ihnen in Auszügen vor und gibt Ihnen einen kleinen Einblick in unsere interessante und abwechslungsreiche Lehrtätigkeit als engagierte „Sozialkundler“. Neugierig geworden? – Darüber freuen wir uns! – Viel Spaß beim Blättern!

 

"Auch ein Weg von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt."

 

Seminarleitbild

Seminarentwicklung für das Zweitfach Sozialkunde

versteht sich als eintransparenter und offener, systematisch und langfristig angelegter sowie ziel- und ergebnisorientierter Arbeits- und Leistungsprozess,bei dem alle an der Seminartätigkeit Beteiligten fortlaufend ihre Kompetenzpotenziale optimieren und das berufspädagogische Leitziel, wertgebundene, freiheitlicheund demokratische Konsensbildung als Grundlage für die Übernahme politischer Verantwortung in und für unsere Gesellschaft“ akzeptieren und multiplizieren, um politische Bildungsprozesse schülerorientiert und nachhaltig zu verwirklichen und zu sichern.

Qualitätsstandard

QualitätsStandards  

Inhaltsmanagement während des Seminarjahrs

  • Didaktische und methodische Fachreferate durch Seminarlehrer

  • Unterrichtsmitschau der ReferendarInnen beim Seminarlehrer

  • Lehrversuche durch die ReferendarInnen

  • Nachbesprechung der Unterrichtsmitschau bzw. des Lehrversuchs

  • Mittelfristige Vereinbarung von Terminen und Aufgabenverteilung

  • Lehrplananalyse und Festlegung von Unterrichtsthemen für die Lehrversuche

  • Ausgewählte didaktische und methodische Fachreferate durch ReferendarInnen

QualitätsStandards  

Methodenmanagement während des Seminarjahrs

  • Warm up (z. B. Brainstormingmethode) zu Beginn des Seminartags über die zurückliegenden zwei Schulwochen.

  • Jeder Seminartag steht unter einem Methodenmotto.

  • Vorbereitung, Vorstellung, Durchführung ausgewählter Mikro- und Makromethoden.

  • Teamteaching der ReferendarInnen in einer Klasse.

  • Handlungsorientierung bei der Erarbeitung von Seminarinhalten.

  • Vorbereitung und Durchführung einer Erkundung mit sozialkundlichem Bezug.

  •  Cool down (z. B. Blitzlichtmethode) am Ende des Seminartags über den Verlauf der Seminarsitzung.

 

QualitätsStandards  

Prozessmanagement zu den Lehrversuchen

  1.      Vorbesprechung der Lehrversuche

  • Lehrplananalyse hinsichtlich Lerninhalte und Lernziele

  • Abstimmung möglicher Methoden auf Lerninhalte, Lernziele und Zielgruppe

  • Abstimmung möglicher Medien auf Lerninhalte, Lernziele und Zielgruppe

2.      Vorbereitung der Lehrversuche

  • ReferendarIn erstellt Lehrskizze und mediale Unterstützungsmaterialien.

  • ReferendarIn bereitet Unterrichtsraum methodenorientiert vor.

 3.      Durchführung der Lehrversuche

  •  ReferendarIn führt Lehrversuch nach Lehrskizze durch.

  • Seminarteilnehmer beobachten den Lehrversuch.

 4.      Nachbesprechung der Lehrversuche

  • ReferendarIn berichtet über ihren/seinen Lehrversuch.

  • ReferendarInnen berichten über ihre Beobachtungen.

  • Seminarlehrer berichtet über seine Beobachtungen und Aufzeichnungen.

  • Seminarteam macht Verbesserungsvorschlägen und zeigt Alternativen auf.

  • ReferendarInnen erstellen eine Positiv- und Negativliste.

  • ReferendarIn markiert die 3 „positivsten“ und die 3 „negativsten“ Erkenntnisse.

  • ReferendarIn formuliert Zielsetzung: “Die Negativa (...) stelle ich innerhalb der nächsten zwei Wochen ab.

QualitätsStandards  

Evaluationsmanagement während des Semiinarjahrs

In regelmäßigen Abständen stellen die ReferendarInnen Soll-Ist-Vergleiche über ihren Entwicklungsstand an, üben Selbst- und Fremdkritik, bewerten ihren momentanen Ausbildungsstandard, beurteilen den Prozessablauf des Sozialkundeseminars und schöpfen ihre Optimierungspotenziale aus.

 

Zielsetzungen und Entwicklungspotenziale der ReferendarInnen  

ZEP 1

„Welche Erwartungen habe ich an das Sozialkunde-Seminar?“

„Was werde ich von mir aus in das Sozialkunde-Seminar einbringen?“

ZEP 2

„Welche Erwartungen richte ich an meine erste Sozialkundestunde?“

„Was werde ich tun, um diese Zielvorstellung zu verwirklichen?“

ZEP 3

„Wie zufrieden bin ich mit meinen Unterrichtsleistungen in Sozialkunde?“

„Welche Möglichkeiten habe ich, um diese Zufriedenheit zu erhöhen?“

ZEP 4

„Was erwarte ich mir von meiner Lehrprobe in Sozialkunde?“

„Was werde ich tun, um diese Erwartungen zu erfüllen bzw. zu übertreffen?“

ZEP 5

„Wie zufrieden bin ich mit dem Ergebnis meiner Sozialkundelehrprobe?“
„Was hätte während der Lehrprobe besser laufen können?“

„Welche Defizite werde ich bis zur nächsten Lehrprobe aufarbeiten?“

„In welcher Weise werde ich die erkannten Defizite beseitigen?“

ZEP 6

„Mit welchen Vorsätzen starte ich in den Sozialkundeunterricht im zweiten Referendarjahr?“

 

Evaluation und Optimierungspotenziale des Sozialkundeseminars

EOP 1

Zwischenbewertung des Sozialkundeseminars durch die ReferendarInnen.

EOP 2

Bewertung und Optimierung der Unterrichtsführung.

EOP 3

Abschlussbewertung des Sozialkundeseminarjahrs durch die ReferendarInnen.

EOP 4

Festlegung von Optimierungspotenzialen auf Grund der Abschlussbewertung.

Unterrichtstätigkeit

Lehrversuche

ReferendarInnen führen Lehrversuche im Rahmen des Sozialkundeseminars in Klassen der beruflichen Erstausbildung oder/und in Klassen der Fachober-, Berufsober- oder Technikerschule durch.

Zusammenhängender Unterricht

Neben den vier Wochenstunden Unterricht im Erstfach und in Deutsch übernehmen die ReferendarInnen zwei Wochenstunden Sozialkunde im Rahmen des zusammenhängenden Unterrichts an einer weiterführenden beruflichen Schule (z. B. Fachober-, Berufsober- oder Technikerschule).

 

Seminarlehrer

zinner

 

Reinhard Zinner (Dipl.-Ing. FH), Studiendirektor:

„Die Zusammenarbeit mit meinen jungen KollegInnen unter der Zielsetzung „Stete Qualitätsoptimierung der Lehr- und Bildungsprozesse“ bedeutet für mich täglich neue Herausforderung und nachhaltige berufliche Zufriedenheit.“

Beruflicher Werdegang:

  • Industrieausbildung als Starkstromelektriker in Neu-Ulm
  • Studium der Elektrotechnik mit Diplom-Abschluss an der Fachhochschule Augsburg
  • Ingenieurtätigkeit in einem Industriebetrieb in München
  • Studium des Lehramts für berufliche Schulen an der TU München (Elektrotechnik/Sozialkunde)
    mit 1. Staatsexamen im Jahr 1984
  • Erstes Referendarjahr an der Staatlichen Fraunhofer-Berufsschule I Straubing
  • Zweites Referendarjahr an der Staatlichen Berufsschule I Deggendorf
    mit 2. Staatsexamen im Jahr 1986
  • Lehrertätigkeit an den Berufsschulstandorten Landshut, Deggendorf, Straubing

Aufgaben- und Tätigkeitsfelder:

  • Unterrichtstätigkeit an der Berufsschule I und der Technikerschule
  • Seminarlehrer für Sozialkunde
  • Fachbetreuer für Sozialkunde
  • Betreuungslehrer für Referendare im Zweigschuleinsatz
  • Mitglied im örtlichen Personalrat (ehemals)
  • Mitarbeiter im Schulentwicklungsteam (ehemals)
  • Autor von Fachbüchern
  • Dozent in der Erwachsenenbildung
  • Modulanbieter "Grundfragen der politischen Bildung"  

 

Ausbildungsmanagement

Nachfolgend sind beispielhafte Zielsetzungen und Ausbildungsinhalte des Sozialkundeseminars genannt:  

Die StudienreferendarInnen ...  

...           erweitern selbstständig ihre Fachkompetenz;

...           erlangen rasch die Fähigkeit zur eigenständigen Unterrichtstätigkeit;

...           erarbeiten sich eine praxisorientierte Methodenpluralismus;

...           wenden Impuls- und Fragetechnik in der Unterrichtsführung an;

...           leiten die SchülerInnen zum fächerübergreifenden und vernetzten Denken an;

...           entwickeln Führungskompetenz und Teamfähigkeit;

...           stehen Neuerungen in Didaktik und Methodik offen gegenüber;

...           bewerten Fremdkritik als Chance für die eigene Kompetenzerweiterung.

...           setzen Lehrplaninhalte in Unterrichtseinheiten um;

...           setzen Sozialformen, Aktionsformen, Medien zielgerichtet ein;

...           planen und erproben handlungsorientierte Unterrichtselemente;

...           entwickeln Beurteilungskriterien für Leistungserhebungen;

...           trainieren Kommunikationselemente wie Sprache, Mimik, Gestik usw.;

...           wirken erziehlich auf ihre SchülerInnen ein;

...           arbeiten schulartenübergreifend mit KollegInnen zusammen.

Zeitmanagement

  • Seminarhäufigkeit: 18 Seminartage

  • Wochentag des Seminars: i. d. R. Montag

  • Seminarrhythmus: i. d. R. 14-tägig

  • Terminfestsetzung: durch das Studienseminar

  • Dauer der Seminarsitzung: mindestens 5 Zeitstunden

  • Beginn der Seminarsitzung: frühestens um 8:00 Uhr, spätestens um 9:00 Uhr; Festlegung erfolgt am ersten Seminartag.

 

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