1908 - 1944 | Gründung der Berufsschule

Veröffentlicht in Schulgeschichte


1908

Durch übereinstimmende Beschlüsse des Stadtmagistrats und des Gemeindekollegiums wird die bisherige fakultative Fortbildungsschule aufgehoben und an deren Stelle eine obligatorische Fachschule mit Fachabteilungen errichtet. Die technische Leitung wird dem damaligen Volksschullehrer Ferdinand Kroiß übertragen. Ferdinand Kroiß versucht, die Ideen Kerschensteiners zu verwirklichen.

Ferdinand Kroiß Direktor von 1908 -1932

Ferdinand Kroiß Direktor von 1908 -1932

Die Schule wird in eine gewerbliche, eine kaufmännische und eine landwirtschaftliche Abteilung gegliedert. Die Gewerbliche ist wiederum eingeteilt in Holz-, Metall-, Nahrungsmittel-, Bekleidungs- und Bauklassen. Als Schulräume stehen zwei Lehrsäle im alten Bischöflichen Knabenseminar und zwei Säle im Feuerwehrhaus zur Verfügung. Die Klasszimmer der Jakobsschule können nach Schluss der Werktagsschule benutzt werden. Unterrichtszeiten: 16:30 bis 19:00 Uhr; Zeichenunterricht am Sonntag von 10:00 bis 12:00 Uhr.

Stand: 577 Schüler in 17 Klassen.

1911

Die Stoff- und Lederabteilungen erhalten vollen Tagesunterricht. Schüler aus den umliegenden Landkreisen besuchen erstmals freiwillig die fachlich gegliederte Fortbildungsschule.

1913

Die Schule bekommt das alte Realschulgebäude in der Jesuitengasse als eigenes Haus. Die „Königliche Verordnung über die Berufsfortbildungsschulen“ vom 22.12.1913 sieht die Umwandlung der gewerblichen Fortbildungsschulen in Berufsfortbildungsschulen vor. Die Jahresunterrichtszeit wurde mit mindestens 240 Stunden festgelegt.

1913

1915

Durch Beschluss der Kreisregierung vom 19.07.1915 wird die bisher fachlich gegliederte Pflichtfortbildungsschule als öffentliche Berufsfortbildungsschule anerkannt.

1925

Durch Einführung des achten Schuljahres an den Straubinger Volksschulen wird die bisher dreiklassige Berufsfortbildungsschule zweiklassig, weil an der zehnjährigen Schulpflicht festgehalten wird.

1929

Das dritte Berufsfortbildungsschuljahr wird wieder eingeführt.

1930

Durch Ministerialverordnung vom 26.08.1930 wird die Berufsfortbildungsschule in Berufsschule umbenannt.

1932

Am 01.04.1932 übernimmt Berufsschuloberlehrer Berthold Eiglsperger, der seit dem Gründungsjahr 1908 an der Schule tätig war, die Leitung der Schule.

Berthold Eigelsperger Direktor von 1932 - 1945

Berthold Eigelsperger Direktor von 1932 - 1945

 

 

1933

25 Jahre Berufsschule, Stand: 383 Schüler in 15 Klassen

25jahre

25 Jahre Berufsschule Kollegium 1933 von links nach rechts:
Brand, Schneider, Eiglsberger, Daunders, Zeus (Hausverwalter), Lobbichler

 

1938

Durch das Reichsschulpflichtgesetz von 1938 werden die gewerblichen Lehrlinge der umliegenden Landkreise eingeschult.

1939

Durch die Verlegung der landwirtschaftlichen Winterschule, die im gleichen Haus untergebracht war, werden Räume frei. Eine Werkstatt für Holz- und eine für Metallarbeiter können eingerichtet werden.

1942

Die zwei bisher selbständigen hauswirtschaftlichen Fortbildungsschulklassen werden in die Städtische Berufsschule eingegliedert.

1944

Das Schulgebäude wird mit Flüchtlingen belegt

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